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Leeds (England) – Selten niederträchtig hat ein Brite seine Frau getötet und die Tat zu vertuschen versucht. Dafür ist David Barraclough zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Über den brutalen Mord berichten zahlreiche britische Medien.

Rückblick, Februar 2026. Barraclough erschlägt seine Frau Carolann zwischen dem 19. und 21. mit einem Hammer. Die gefesselte Leiche der 37-Jährigen legt er in eine Gefriertruhe. Den drei Kindern verbietet er fortan, den Hauswirtschaftsraum zu betreten.

Killer will in Notwehr gehandelt haben

Nur zwei Tage nach der Bluttat lädt sich der bullige Glatzkopf mit dem Gesichtstattoo die Dating-App Tinder runter, kontaktiert außerdem Prostituierte. Mit dem Handy seiner Frau schreibt der Killer mehrere Verwandte des Opfers an. Ihnen gegenüber gibt er sich als Carolann aus. Und gaukelt ihnen vor, im Krankenhaus zu liegen. Bis zum 5. März geht das so. Da erscheint David Barraclough bei der Polizei und sagt am Empfang: „Ich habe meine Frau getötet.“

Vor dem Leeds Crown Court behauptete der 46-Jährige, in einer gewalttätigen Beziehung gewesen zu sein. Carolann habe ihn zuerst mit dem Hammer angegriffen und dass er sie in Notwehr habe töten müssen. Allerdings präsentierte die Staatsanwaltschaft Aufnahmen von Überwachungskameras, die Barraclough kurz nach der Tat völlig unverletzt zeigen.

Brite räumt Konto leer und geht in die Kneipe

Außerdem konnten die Ermittler beweisen, dass das Opfer – möglicherweise im Schlaf – im Bett liegend angegriffen wurde. Kurz nach dem Mord räumte Barraclough das gemeinsame Konto leer und ging in eine Kneipe. Bei der Polizei hatte er ausgesagt, nach seiner Notwehr-Tat „untröstlich“, „wie in Trance“ und „verwirrt“ gewesen zu sein.

Vermutlich aufgrund der drückenden Beweislast änderte der Killer seine Strategie: Statt wie angekündigt auf nicht schuldig zu plädieren, gab David Barraclough den Mord zu. Richter Andrew Stubbs schickte ihn lebenslang ins Gefängnis. Zudem wurde angeordnet, dass der Brite frühestens nach 22 Jahren einen Antrag stellen kann, ob seine restliche Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird.