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London – Der Iran-Krieg treibt den Ölpreis auf die nächste Schock-Marke! Der Preis für ein Barrel der wichtigen Nordseesorte Brent stieg am Donnerstag zeitweise auf mehr als 100 Dollar. Das entspricht umgerechnet 87,91 Euro. So teuer war Brent seit rund 2 Monaten nicht mehr. Auslöser ist die neue Eskalation im Roten Meer. Seit Handelsbeginn verteuerte sich Brent damit um 6 Prozent. Die US-Sorte WTI legte um 5 Prozent auf gut 91 Dollar zu.

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz erklärte, 2 saudiarabische Öltanker angegriffen zu haben. Saudi-Arabien bestätigte, dass 1 Schiff getroffen wurde und an Bord ein Feuer ausbrach. Jetzt droht US-Präsident Donald Trump (80) mit Vergeltung. Sollten die Huthis erneut Öltanker angreifen, drohe ihnen und dem Iran eine „bedeutende militärische Bestrafung“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er sei „sehr enttäuscht“ von der Miliz.

Jetzt ist eine zweite wichtige Ölroute bedroht

Die Sorge an den Märkten: Neben der Straße von Hormus könnte nun auch die Route durch das Rote Meer gefährlicher werden. Die Meerenge Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und ist eine wichtige Verbindung zwischen Asien und Europa. Meiden Reedereien die Strecke, müssen Tanker den langen Umweg um Afrika nehmen. Das kostet Zeit und Geld – und kann den Ölpreis weiter nach oben treiben.

Die Huthis hatten bereits während des Gaza-Kriegs Handelsschiffe mit Raketen und Drohnen angegriffen. Nun droht der Irankrieg, eine weitere wichtige Schifffahrtsroute zu erfassen.

Was bedeutet das für Autofahrer?

Der höhere Ölpreis kommt nicht sofort eins zu eins an der Zapfsäule an. Bleibt Brent aber längere Zeit über 100 Dollar, können Benzin und Diesel noch teurer werden. Neben dem Rohölpreis entscheiden auch der Dollarkurs, die Kosten der Raffinerien und die Margen der Mineralölkonzerne über den Spritpreis. Klar ist: Der Druck auf die Preise an den Tankstellen wächst erneut.