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Freiberg (Sachsen) – Vorn rockte „Maschine“, hinten legten Diebe einen üblen Auftritt hin! Während Puhdys-Ex-Frontmann Dieter Birr (82) im sächsischen Freiberg auf der Bühne stand, drangen Unbekannte in seine Künstlergarderobe ein und räumten ab. Einen Großteil der Beute bekam der Musiker inzwischen zurück. Nur seine berühmte Jacke bleibt verschwunden – jetzt fahndet die Polizei nach ihr und sucht Zeugen.

„Geh zu ihr“, sang „Maschine“ schon 1973 mit den Puhdys. 53 Jahre später müsste es bei seinem verschwundenen schwarzen Teil allerdings heißen: „Geh zu ihm!“ Der dreiste Garderoben-Coup passierte am 25. September, als Dieter Birr im „Tivoli“ in Freiberg (rund 41.000 Einwohner) spielte.

Wo ist die schwarze Jacke des Rockers?

Während „Maschine“ an dem Freitagabend auf der Bühne stand, plünderten die Täter zwischen 21.30 Uhr und 22.45 Uhr den Backstage-Bereich. Sie verschafften sich „unberechtigt Zutritt zur Garderobe und entwendeten u. a. Geldkarten, Bargeld, Smartphones und Kleidung im Gesamtwert von mehreren Tausend Euro“, teilt die Polizei in Sachsen mit.

Darunter seine schwarze Jacke der italienischen Marke „Stone Island“ mit dem markanten Kompass-Emblem am Ärmel. Gesamtschaden: mehrere Tausend Euro.

Birr und seine Frau Sylvia bemerkten den Diebstahl erst nach dem Konzert. „Ich bin auch sehr enttäuscht gewesen, weil es ein tolles Konzert und ein super Abend gewesen ist. Als wir fertig waren, ist uns aufgefallen, dass einiges fehlt. Und dann haben wir die Polizei gerufen und die ganze Nacht eigentlich nur mit den Beamten verbracht“, sagt „Maschine“ zu BILD.

Maschine: „Die Jacke liegt mir sehr am Herzen“

Besonders seine Jacke vermisst der Rocker: „Meine Stone-Island-Jacke ist weg, die liegt mir sehr am Herzen, weil sie recht teuer war und wahnsinnig bequem und leicht ist.“ Gestohlen wurden nach Birrs Angaben außerdem unter anderem eine Lederjacke, Pullover, Bankkarten, Schlüssel, Führerschein und Papiere, Bargeld, zwei Handys und ein iPad. „Wir konnten niemanden anrufen. Da haben wir uns erst mal Prepaid-Handys besorgt.“

Birr hat auch eine Vermutung, wie die Täter in die Garderobe gelangt sein könnten. Weil es dort sehr warm gewesen sei, habe seine Frau Sylvia zuvor ein Fenster geöffnet. „Davor war eine Hecke und noch ein Zaun. Es müssen junge, sportliche Leute gewesen sein“, glaubt „Maschine“. „Die haben gesehen, dass da ein Konzert ist, dass sich damit spontan eine Gelegenheit bietet.“

Für ihn steht fest: „Es waren jedenfalls keine Musik- oder Puhdys-Fans.“

Portemonnaie des Musikers tauchte auf

Weit kamen die Diebe mit ihrer Beute offenbar nicht: Einige Tage später fand ein Zeuge unweit des „Tivoli“ Birrs Geldbörse und alarmierte die Polizei. In der Nähe entdeckten sie noch mehr Diebesgut: „Die Beamten sicherten Spuren, welche nun ausgewertet werden. Zur bislang noch unbekannten Täterschaft laufen die Ermittlungen“, heißt es von der Polizei.

Aber seine Jacke hat Dieter Birr noch nicht zurück. Ein Polizeisprecher am Samstag auf BILD-Anfrage: „Wir suchen weiter nach Hinweisen zur Täterschaft. Uns interessiert auch, ob Konzertbesucher etwas Verdächtiges bemerkt haben.“ Zeugen sollen sich bitte unter Tel. 03731 70-0 melden.

An dem Abend hatte Birr im „Tivoli“ sein Programm „Lieder mit klassischen Saiten“ präsentiert. Begleitet von Musikern aus der Berliner Klassikszene sang „Maschine“ Puhdys-Hits und persönliche Lieblingssongs in neuen Arrangements.

Die Puhdys (12 Mal zur beliebtesten Rockband der DDR gewählt) lösten sich 2016 nach internen Querelen auf. Später stritten Birr und seine ehemaligen Bandkollegen jahrelang um die Rechte an zahlreichen Hits.