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Raduschne (Ukraine) – Es ist der absolute Horror: Während Soldat Danylo Voronov an der Front für sein Land kämpft, hat Putins Armee fast seine komplette Familie ausgelöscht. In Raduschne, einem Vorort von Präsident Selenskyjs Heimatstadt Krywyj Rih, schlug eine nordkoreanische Rakete in das Familienhaus ein – und riss drei Generationen in den Tod.

Danylos Sohn Artem war gerade einmal 18 Monate alt. Seine Eltern Olena (†41) und Vartem (†47) sind tot. Seine Geschwister Emilia (†6), Azarii Ilai (†11) und Mark (†17) wurden am Donnerstag aus den Trümmern geborgen. Danylo trauert um mindestens sechs Familienmitglieder – und weiß noch immer nicht, ob vier weitere seiner Geschwister überlebt haben: Federika (9), Zakhar (13), Viorika (14) und Dominika (16) waren zum Zeitpunkt des Angriffs im Haus und gelten seitdem als vermisst. Die Hoffnung, dass sie noch leben, schwindet mit jeder Stunde.

Laut Wolodymyr Selenskyj (48) schlug die nordkoreanische ballistische Rakete vom Typ KN-23 „mit einer solchen Wucht ein, dass von dem Haus fast nichts übrig blieb“. Unter den Trümmern seien zwar Fragmente menschlicher Körper gefunden worden. Doch nur forensische Untersuchungen könnten feststellen, „zu welchen Familienmitgliedern sie gehören“.

Hunderte Kilometer entfernt, in Polen, erfuhr Sohn Matvii in der Nacht des Angriffs über eine Chat-Gruppe das Unfassbare. Verzweifelt schrieb er in einen Chat aus seinem Heimatort: „Lebt noch jemand von der Voronov-Familie? Ihr habt vielleicht gesehen, (was passiert ist, Anm.d.Red) … ich bin ihr Sohn.“ Die Antwort einer Nachbarin lässt keine Hoffnung: „Matvii, ich war dort, es stehen nur noch die Grundmauern. Alle sind tot.“

Nordkorea unterstützt Putins Krieg

Der vermutlich einzige Überlebende aus dem Haus der Familie ist Hund Rocky, den Rettungskräfte am Donnerstag aus den Trümmern retten konnten. Selenskyj verurteilte den Einsatz von nordkoreanischen Raketen gegen die ukrainische Zivilbevölkerung. „Die Allianz zwischen dem Moskauer Gesindel und dem wahnsinnigen Regime in Nordkorea existiert zum Zweck von Raketen, nordkoreanischen Truppen an unseren Grenzen hier in Europa und zur Tötung unserer ukrainischen Kinder.“

Pjöngjang hat Russland während des Ukraine-Krieges mit Artilleriemunition, ballistischen Raketen und Tausenden Soldaten unterstützt. Zuletzt hatten ukrainische Geheimdienst-Quellen berichtet, dass offenbar weitere 30.000 Nordkoreaner in die Ukraine geschickt werden sollen, um für Kremlchef Wladimir Putin (73) zu kämpfen.