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Oslo (Norwegen) – Es waren dramatische Stunden, die über Leben und Tod entschieden! Der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52) wurde im Rikshospitalet in Oslo erfolgreich eine Spenderlunge transplantiert. Sie ist schwer an Lungenfibrose erkrankt, die OP war ihre letzte Hoffnung! Bereits im Vorfeld hatten ihre Ärzte geschildert, wie ernst es wirklich war.

Ihre behandelnden Mediziner erklärten bei einer Pressekonferenz bereits am 17. Juni, was für ein enormes Risiko für die Kronprinzessin bestand. Herz- und Lungenchirurg Arnt Eltvedt Fiane (68) hat die OP nun durchgeführt. Er ist Professor und Abteilungsleiter für Thoraxchirurgie am Rikshospitalet.

Der Brustkorb wurde geöffnet, das Herz angehalten

Fiane sagte laut der norwegischen Tageszeitung „Verdens Gang“: „Der Patient liegt im Operationssaal, und wir müssen den Brustkorb öffnen und eine Herz-Lungen-Maschine anschließen, wie bei Operationen am offenen Herzen. Das Herz wird stillgelegt. Die erkrankten Lungen werden entfernt, und das kann der schwierigste Teil des gesamten Eingriffs sein.“

Und weiter: „Wenn das kranke Organ entfernt und die neuen Lungenflügel eingesetzt worden sind, werden diese nach und nach eingenäht, wobei die großen Blutgefäße und die Luftröhren an den Patienten angeschlossen werden.“

Der Eingriff dauert im Normalfall drei bis fünf Stunden. In einer aktuellen Mitteilung des Königshauses sagt der Mediziner: „Wie alle anderen frisch transplantierten Patienten wird die Kronprinzessin noch mehrere Wochen im Rikshospitalet bleiben.“ Weiter heißt es: „Die Lungentransplantation war bisher erfolgreich.“ Mette-Marit muss jetzt lebenslang Medikamente (Immunsuppressiva und Kortison) nehmen, damit der Körper die Lunge nicht wieder abstößt.

In den letzten sechs Monaten hatte sich Mette-Marits Lungenfibrose erheblich verschlimmert. Es bildete sich laut ihren Ärzten immer mehr Narbengewebe in der Lunge. Bereits bei geringer körperlicher Belastung sank ihr Sauerstoffgehalt im Blut so stark ab, dass sie auf eine mobile Sauerstofftherapie angewiesen war, um akuter Atemnot entgegenzuwirken. Sie zeigte sich auch öffentlich mit einem Sauerstoffschlauch.

Jeder Achte schafft das erste Jahr nicht

Doch die Transplantation ist noch keine endgültige Rettung. Lungenspezialist Are Holm (60), Chefarzt am Rikshospitalet: „Tatsächlich schafft jeder achte Patient das erste Jahr nicht. Zehn Jahre nach einer Lungentransplantation lebt etwa die Hälfte der Patienten noch.“