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Berlin – Kommt sie wieder? Knapp fünf Jahre nach ihrem Abschied aus dem Kanzleramt sorgt Alt-Kanzlerin Angela Merkel (72) erneut für politische Schlagzeilen. Eine aktuelle Umfrage zur Steinmeier-Nachfolge zeigt: Fast jeder Zweite traut ihr das höchste Staatsamt zu. Wird aus der ersten Bundeskanzlerin Deutschlands schon bald die erste Bundespräsidentin?

Sie selbst hält schon das Gerücht darüber, sie könnte in Schloss Bellevue einziehen, für „abwegig“ und bestreitet jedes Interesse am höchsten Staatsamt. Doch laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv halten 47 Prozent der Befragten die Altkanzlerin für geeignet, als neue Hausherrin im Schloss Bellevue einzuziehen. Die Zahlen veröffentlichte Nikolaus Blome (62), Leiter des Ressorts Politik und Wirtschaft bei RTL/ntv (früher BILD), auf X.

So viel Zustimmung erhielt Merkel bei keiner Bundestagswahl! Ihr bestes Ergebnis mit der Union lag 2013 bei 41,5 Prozent und damit unter ihrem aktuellen Eignungswert fürs Bundespräsidentenamt.

Andere mögliche Kandidaten weit abgeschlagen

Alle anderen Kandidaten folgen weit abgeschlagen. Die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (61, CSU) erreicht 26 Prozent, TV-Moderator Günther Jauch (70) 25 Prozent, Entertainer Hape Kerkeling (61) 24 Prozent und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) 20 Prozent. 2027 muss das höchste Staatsamt neu besetzt werden. Dann endet die zweite Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier (70), eine dritte ist nicht möglich.

Selbst AfD-Anhänger wollen sie als Staatsoberhaupt

Die Zustimmung für Merkel reicht dabei weit über das bürgerliche Lager hinaus. Unter Anhängern von CDU und CSU halten 55 Prozent Merkel für geeignet. Bei SPD-Wählern liegt der Wert ebenfalls bei 55 Prozent. Bei Grünen-Anhängern steigt er sogar auf 75 Prozent, bei Linken-Wählern auf 70 Prozent. Selbst unter AfD-Anhängern bescheinigen noch 23 Prozent der früheren Kanzlerin die Eignung für das höchste Amt im Staat.

Ob Merkel überhaupt zur Verfügung steht, erscheint allerdings fraglich. Als im Februar 2026 erstmals Spekulationen über eine Kandidatur aufkamen, wies sie diese brüsk zurück. Über ihr Büro ließ die Altkanzlerin ausrichten: „Das ist abwegig.“