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Peine (Niedersachsen)/Berlin – Tödliches Wochenende der Hitze! Während Millionen die Sonne am Wasser genossen, spielte sich in Deutschlands Seen und Flüssen eine Tragödie ab. Mindestens 26 Männer und Jungen verloren beim Baden ihr Leben – dazu kamen zahlreiche weitere Notfälle. Die DLRG schlägt Alarm!

DLRG warnt: Am Wochenende ertranken 26 Männer

Neben Nichtschwimmern und Kindern sind es vor allem Männer, die in den Gewässern zu Tode kommen. 2025 waren nach DLRG-Angaben 82 Prozent der Ertrunkenen männlich. Sprecher Martin Holzhause nennt die Gründe klar: „Männer allgemein sind risikofreudiger. Sie können Gefahren verkennen oder teilweise auch ignorieren.“ Gerade junge Männer überschätzen sich häufig, ältere Männer sind zusätzlich öfter von Herz-Kreislauf-Problemen betroffen.

Ein Badeunfall galt zunächst als unwahrscheinlich, doch am Abend endete eine Suchaktion mit trauriger Gewissheit: Ein 17-Jähriger wurde in einem Baggersee in Peine gefunden. Er konnte nur noch tot geborgen werden, wie die Polizei mitteilte. Der Jugendliche war seit dem Nachmittag vermisst worden. Bei der anschließenden Suchaktion wurden unter anderem der Eixer See und die Uferbereiche abgesucht, obwohl ein Badeunfall zunächst als unwahrscheinlich galt. Am Abend entdeckten die Einsatzkräfte den 17-Jährigen dann im Wasser. Bei der Suche nach ihm war unter anderem ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Die Polizei ermittelt nun, wie der Jugendliche starb.

Schwimmer aus Berlin vermisst

Unterdessen geht die Suche nach dem vermissten Schwimmer auf der Spree-Oder-Wasserstraße in Berlin-Schmöckwitz weiter. Das sagte eine Sprecherin der Polizei am Montagmorgen. Am Sonntagabend seien drei Männer von einem gemieteten Tretboot aus ins Wasser gegangen. Dann war einer von ihnen nicht mehr auffindbar, wie die Polizeisprecherin sagte. 

An der Rohrwallallee kam es am Sonntagabend zu einer großen Suchaktion mit Tauchern, die zunächst gegen 23 Uhr erfolglos eingestellt wurde. Allein in der Hauptstadt starben am Wochenende drei Menschen bei Badeunfällen. Deutschlandweit sind während der Hitzewelle seit Freitag mindestens 15 Menschen bei Badeunfällen gestorben.

Unterwasserdrohne sucht 2 Männer in Talsperre

Auch an der Talsperre Pöhl (Sachsen) wird die Suche nach zwei vermissten Männern seit den frühen Morgenstunden fortgesetzt. Dabei werden Polizeitaucher, ein Sonarboot, eine Unterwasserdrohne und Suchhunde der Polizei eingesetzt, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. 

Die 28 und 41 Jahre alten Männer waren den Angaben zufolge am Sonntagnachmittag mit einer 27-jährigen Frau mit einem Tretboot auf der Talsperre Pöhl unterwegs. Als die beiden Männer ins Wasser gingen, sollen sie von der Strömung abgetrieben und verschwunden sein. Die Frau schaffte es mit dem Tretboot unverletzt zurück ans Ufer. Die Einsatzkräfte hatten die Suche nach Einbruch der Dunkelheit unterbrochen.