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Palma (Spanien) – Der „Handtuchkrieg“ auf Mallorca ist legendär. Schon vor dem Frühstück werden Liegen blockiert, Familienmitglieder vorgeschickt, Schlangen vor dem Eingang gebildet. Vor allem Deutsche und Briten kämpfen um die besten Plätze am Pool und Strand. Doch jetzt gibt es schlechte Neuigkeiten.

Laut einem Bericht der „Mallorca Zeitung“ verbrachten in diesem Sommer erstmals mehr Urlauber aus Großbritannien ihre Ferien auf den Balearen als Deutsche: Zwischen Juni und August kamen 1,89 Millionen Touristen aus Großbritannien – und nur 1,87 Millionen Deutsche. Ein hauchdünner Vorsprung. Doch damit sind die Briten die neuen Mallorca-Champions – und wichtigste ausländische Urlaubergruppe auf den Inseln.

Hotels kämpfen gegen Liegen-Wahnsinn

Noch immer werden Handtücher ausgelegt, bevor die Sonne aufgeht. Hotels versuchen mit strengeren Regeln gegenzusteuern. Doch der „Handtuchkrieg“ bleibt ein Sinnbild für die kleine, aber legendäre Urlaubsrivalität zwischen deutschen und britischen Insel-Fans. Immer wieder sorgen solche Szenen für Schmunzeln, Diskussionen und Schlagzeilen.

Dabei verdienen die Balearen prächtig an ihren Gästen: Die Zahl der Besucher stieg im Sommer 2026 nur leicht auf 8,95 Millionen (+1,1 Prozent). Die Einnahmen aber legten mit 12,43 Milliarden Euro deutlich stärker zu (+5,8 Prozent).

Weniger Übernachtungen, mehr Geld

Der Grund für den Geldsegen: Viele Urlauber bleiben zwar kürzer, geben vor Ort jedoch mehr aus. Besonders auf Mallorca zeigt sich dieser Trend deutlich. Auch kaufkräftige Gäste aus Nordamerika und den Emiraten bringen mehr Geld. Die Strategie der Inseln geht auf: Qualität statt Quantität – so lautet die neue Devise.

Deutsche bleiben Spanien treu

Und wohin reisten die Deutschen in diesem Jahr? Insgesamt machten die Deutschen 2026 am häufigsten Urlaub im eigenen Land. Im Ausland war Spanien das beliebteste Ziel, vor Italien, Griechenland und der Türkei. Mallorca blieb dabei eines der wichtigsten Reiseziele der Deutschen.