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Manchester – Ein iranischer Migrant soll einen Terroranschlag auf die jüdische Gemeinde von Manchester geplant haben. Der 34-jährige Rahman Salehi hatte zuvor fünf Jahre in Deutschland gelebt und dort Asyl beantragt. Nun wurde er zusammen mit seinem mutmaßlichen Komplizen Salam Ahmadyan (36) von der Anti-Terror-Polizei festgenommen.

Die Festnahme in Manchester erfolgte am 20. September – einen Tag vor Jom Kippur, dem höchsten Feiertag im jüdischen Kalender. Nach Angaben der Ermittler sollen die Verdächtigen einen Anschlag auf Einrichtungen der jüdischen Gemeinde im Großraum Manchester vorbereitet haben.

Vorwurf: Bombenanschlag geplant

Am Samstagmorgen (3.10.) mussten die beiden Tatverdächtigen vor Gericht erscheinen. Die britischen Behörden werfen ihnen die Vorbereitung terroristischer Handlungen vor. Laut Anklage sollen die beiden Männer bis zu ihrer Festnahme über verschlüsselte Messenger-Dienste kommuniziert haben. Demnach hätten sie zunächst Anleitungen zum Bombenbau erhalten und anschließend Flüssigkeiten sowie weitere Komponenten beschafft, die zum Bau einer selbstgebauten Bombe geeignet sein sollen.

Jüdische Einrichtungen ausgespäht

Nach Angaben der Ermittler sollen die Verdächtigen im Internet nach möglichen Zielen gesucht sowie Fotos, Pläne und Karten beschafft haben. Zudem sollen sie mehrere Einrichtungen der jüdischen Gemeinde ausgespäht haben.

Der geplante Anschlag soll zeitlich auf den Jahrestag des Terroranschlags auf die Heaton Park Synagoge abgestimmt worden sein, bei dem vor einem Jahr zwei Personen getötet wurden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Verdächtigen mit einer dritten Person in Kontakt standen. Diese Person könnte sich möglicherweise im Iran aufgehalten haben. Außerdem prüfen die Behörden, ob der mutmaßlich geplante Anschlag bewusst auf den Jahrestag des Angriffs auf die Heaton Park Synagoge abgestimmt werden sollte.

Zuvor fünf Jahre in Deutschland gelebt

Vor Gericht wurde bekannt: Wie der „Telegraph“ (gehört wie BILD zu Axel Springer) berichtet, hatte Salehi zuvor fünf Jahre in Deutschland gelebt und dort Asyl beantragt. Dann kam er nach Großbritannien. Beide Männer seien mit Kleinbooten illegal eingereist.