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Sie sind eine junge Frau, kandidierten in Berlin für die Linke und haben im Wedding auf Arabisch Wahlkampf gemacht. Auf dem Plakat tragen Sie eine Art Palästinensertuch. So haben Sie das Direktmandat gewonnen. Ich habe eine Frage.

54 Prozent der Frauen unter 30 haben in Berlin die Linke gewählt. Junge Männer tendieren eher zur AfD. Kürzlich war ich in einer Diskussion, und die Frage kam auf, warum speziell junge Frauen sich so häufig für Palästina engagieren. Der Islam ist kein bisschen feministisch, Frauen müssen gehorchen. Die Hamas hat barbarische Verbrechen gegen Frauen und Kinder begangen, von Reue hört man wenig aus der Community.

Frage: Wieso macht das alles nichts mit fortschrittlichen jungen Frauen?

Eine These in der Diskussion lautete, dass viele junge Frauen unbewusst oder halbbewusst Machos superattraktiv finden. Natürlich keine Vergewaltiger. Aber autoritäre Gangstertypen irgendwie schon. Die Remmos sehen ja auch gut aus. Palästinasolidarität biete die Chance, eine verbotene Leidenschaft politisch korrekt auszuleben. Zumal so ein Palästina-Typ für Linke automatisch den Opfernimbus hat, sogar wenn er ein Killer ist.

Ich weiß nicht recht. Fest steht: Für Ukrainer, für Tibeter oder Rohingya schlagen linke Frauenherzen nicht ganz so schnell. Was meinen Sie? Beste Grüße, Ihr Harald Martenstein

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