Sie sind BMW-Chef. Sie sagen, Rechtspopulismus sei für die Wirtschaft „Gift“. In Sachsen-Anhalt stellt jetzt die AfD den Landtagspräsidenten. Er heißt Tobias Rausch. Sein Dienstwagen, den er vom Vorgänger übernommen hat, ist ein BMW. Der Leasingvertrag läuft aus. Einen neuen Leasingvertrag wird es bei BMW für den Mann von der AfD nicht geben.
BMW setzt ein Zeichen. Um ein Zeichen für Anstand und Fairness zu setzen, werden der Parteivorsitzenden Alice Weidel ja auch manchmal Hotelübernachtungen verweigert.
Interessanterweise hat BMW auch in Ungarn ein Zeichen gesetzt. Der damalige Regierungschef Viktor Orban gab 31 Millionen Euro, damit BMW in Ungarn ein Werk baut. Er bekam von BMW sogar zwei Dienstwagen. Es gibt gegen das Gift des Rechtspopulismus also zum Glück ein schnell wirkendes Gegengift, es heißt „31 Millionen für BMW“.
In Nordkorea darf man seit 2025 privat Autos kaufen. Die nötige Kohle dazu haben wohl nur Parteibonzen. BMW sei in Nordkorea sehr beliebt, lese ich. Für einen Mercedes reicht es dort halt doch nicht ganz. Der Import läuft über China, da waren Sie ja bis vor kurzem gut im Geschäft.
AfD ist Gift. Orban ist Gulaschsuppe. Kommunismus aber ist ein zuckersüßer Schmackofatz. Fasse ich das korrekt zusammen? Rausch nutzt jetzt sein Privatauto auch dienstlich. Es ist ein Audi.
Staufreie Fahrt wünscht,
Ihr Harald Martenstein