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Wien – „Lutsch dein Ding“, „Saugen und lutschen erlaubt“ oder „Nur hart macht’s Spaß“: Bei einer Veranstaltung im Wiener Rathaus wurde Wassereis mit Sex-Sprüchen an Minderjährige verteilt! Der Vorfall vom vergangenen Wochenende sorgt in Österreich für heftige Kritik. Das Eis mit den eindeutig zweideutigen Botschaften wurde bei „Wienopolis“ ausgegeben. Bei dem als „Kinderstadt“ deklarierten Fest sollten Kinder von 8 bis 13 Jahren „mitbestimmen, Spaß haben und Demokratie erleben“, wie der Organisator WienXtra auf seiner Homepage mitteilt.

WienXtra ist ein von der Stadt Wien finanzierter Kinder- und Jugendverein. Ausgerechnet bei dessen Kinderfest im Rathaus wurde das Eis mit den anzüglichen Sprüchen verteilt. Ins Rollen brachte den Fall der Facebook-Beitrag einer betroffenen Mutter. Die Frau zeigte sich in dem Posting entsetzt über die Aufdrucke auf dem Wassereis. Kurz darauf griffen mehrere österreichische Medien das Thema auf.

So erklärt der Organisator den Vorfall

WienXtra räumte den Vorfall inzwischen ein und entschuldigte sich öffentlich. Nach eigenen Angaben sei das Eis mit den anzüglichen Botschaften bereits vor Beginn der Veranstaltung aussortiert worden. Jedoch sei „in den letzten Stunden“ ein Fehler passiert, sodass die fraglichen Wassereissorten trotzdem verteilt wurden. Zudem erklärte WienXtra, die „tatsächlich aufgedruckten Sprüche“ hätten nicht den Angaben entsprochen, die dem Verein im Vorfeld gezeigt wurden. Kinderschutz habe „oberste Priorität“, die Botschaften auf den Produkten seien mit den eigenen Werten nicht vereinbar. Die Abläufe bei Beschaffung und Kontrolle sollen nun angepasst werden.

Politisch löste der Vorfall umgehend Reaktionen aus. Die Wiener ÖVP verlangte Aufklärung und fragte nach dem Kinderschutzkonzept. Die FPÖ sprach von einem „Ekel-Skandal“ und forderte Konsequenzen. Pikant: Die Sprüche auf dem Wassereis der Firma Hitschler sind nicht neu. Bereits 2025 hatte die Kinderschutzorganisation „Nein, lass das! e.V.“ die Aufdrucke kritisiert und vor sexualisierten Botschaften gewarnt, die auch Kinder zu sehen bekommen.