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50 Millionen Euro, 25 Ziehungen ohne Hauptgewinn: Am Mittwoch erreicht Deutschlands Lotto-Fieber den nächsten Höhepunkt. Zum neunten Mal geht es bei 6 aus 49 um den maximalen Jackpot. Und während Millionen träumen, passieren rund um Deutschlands beliebtestes Glücksspiel Dinge, die selbst erfahrene Tipper überraschen: verfallene Vermögen, Zahlen-Mythen und Zufälle, die zu unwahrscheinlich klingen.

Was viele Tipper nicht wissen: Der Jackpot könnte längst viel voller sein. Doch bei Lotto 6 aus 49 ist er auf 50 Millionen Euro gedeckelt. Alles darüber fließt in den „Überlauf“. Der beträgt durch die lange Zeit ohne Volltreffer aktuell rund 23 Mio. Euro.

„Überlauf“ macht nächsten Jackpot fett

Und sorgt dafür, dass der nächste Jackpot nicht bei 1 bis 3 Millionen, sondern schon prall gefüllt startet: „Wird der Maximal-Jackpot geknackt, erhöht der Jackpot-Überlauf die Gewinnausschüttung der Gewinnklasse 1 in der darauffolgenden Ziehung“, heißt es vom Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB). Und auch untere Gewinnklassen profitieren vom Run auf die Annahmestellen. Je mehr Geld dort landet, desto höher können die Ausschüttungen sein. Am Mittwoch werden allein in Gewinnklasse 2 (6 Richtige ohne Zusatzzahl) gut 4 Millionen Euro erwartet.

Viele Tipper meiden gewinnträchtige Zahlen

Viele Spieler setzten nicht auf Zufall, sondern auf „magische Zahlen“, Geburts- oder Hochzeitstage. Der Haken: Werden vielgetippte Zahlen gezogen, muss der Gewinn von mehr Tippern geteilt werden. Und zwei der am häufigsten gezogenen Zahlen fallen bei Datums-Tipps weitgehend aus, weil es eben nur 12 Monate mit maximal 31 Tagen gibt.

Das belegt die Statistik der in mehr als 70 Jahren gezogenen Zahlen. Am häufigsten kugelten bislang 6, 49, 11, 26, 32 aus der Trommel. Am seltensten 45 und 13. Die angebliche Unglückszahl wird damit ihrem schlechten Ruf gerecht. Wer mit ihr trotzdem einen Treffer landet, muss dafür weniger teilen.

Manche Lottozahlen sind ein unglaublicher Zufall

Auch wenn Lotto das Spiel mit dem Zufall ist, mag man manchmal kaum an ihn glauben: 1962 und 2020 wurden jeweils 2, 3, 11, 25, 27, 35 und 1986 und 1995 die Zahlenfolge 15, 25, 27, 30, 42, 48 gezogen. Außerdem gab es Ziehungen mit fünf aufeinanderfolgenden Zahlen. Und einmal fiel die Superzahl 3 gleich fünfmal hintereinander.

Unglaublich auch die Geschichte des bislang letzten Jackpot-Gewinners. Der Familienvater aus Schwaben gewann im März mehr als 44 Millionen Euro. Dabei wusste er nicht mal, welche Zahlen er spielte. Jahrelang hatte er denselben Schein abgegeben, nie auf sie geachtet. Dann leuchtete am Terminal seiner Annahmestelle „Zentralgewinn“ auf. Die Reaktion seiner Frau: „Das glaube ich erst, wenn das Geld auf dem Konto ist!“

Teure Vergesslichkeit und Treue, die Millionen bringt

Manche Glückspilze holen ihr Geld aber gar nicht ab, lassen es verfallen. Größte Summe bisher: 11,3 Mio. Euro. Sie könnte bald übertroffen werden. Am 6. August 2025 entfielen auf einen im Raum München abgegebenen Schein 17.990.864 Euro. Sie wurden bislang nicht angefordert, würden 2028 verfallen. Ein vergessener 1,4-Mio.-Gewinn auf dem Spiel 77 vom 24. April 2024 könnte sogar schon nächstes Jahr futsch sein.

Den bisher höchsten Gewinn bei 6 aus 49 von gut 48,5 Mio. Euro erzielte eine Frau mit den Zahlen, die ihr verstorbener Lebensgefährte hinterlassen hatte. Sie hatte ihm versprochen, den Schein weiterzutippen.