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Long Beach (Kalifornien) – Die Bewohner der kalifornischen Küstenstadt Long Beach erleben dramatische Tage. Tropensturm „Rachel“ peitschte den Pazifik auf und schickte gewaltige Wellen an die Küste. Die Folgen: zerstörte Uferanlagen, Evakuierungen und große Sorgen um Häuser direkt am Meer.

Besonders schwer traf der Sturm die berühmte Halbinsel von Long Beach. Meterhohe Wellen hämmerten gegen die Küste und rissen Teile einer mehr als 100 Jahre alten Holzpromenade auseinander. Wasser und Gischt schlugen bis an die Häuserfronten, Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen.

Luxus-Villen direkt in Gefahrenzone

„Dieses Gebiet ist völlig zerstört und verwundbar“, sagte ein örtlicher Immobilienmakler gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Die Luxus-Villen am Strand, viele von ihnen mehrere Millionen Dollar wert, liegen direkt in der Gefahrenzone.

Schon vorher hatten starke Wellen die Küste beschädigt. Nun verschärfte „Rachel“ die Lage. Die Stadt reagierte mit einem Großeinsatz: Dutzende Sandsäcke von mehr als einer Tonne Gewicht wurden entlang der gefährdeten Uferlinie aufgestellt und Dämme aus Sand am Strand errichtet, um weitere Schäden zu verhindern. Doch nach dem Sturm wurden an mindestens 13 Gebäuden so schwere Schäden festgestellt, dass die Bewohner nicht zurückkehren dürfen, so die „New York Post“.

Warmer Pazifik mitverantwortlich

Für die Anwohner wurde jeder Gezeitenwechsel zum Nervenspiel. Sobald das Wasser ablief, keimte Hoffnung auf. Doch mit der nächsten Flut wuchs die Angst erneut. „Jedes Mal, wenn die Flut zurückgeht, atmen alle auf. Wenn sie zurückkommt, steigt die Anspannung sofort wieder“, berichtete eine Bewohnerin.

Der Bundesstaat Kalifornien hat bereits wegen des Wetterphänomens El Niño den Notstand ausgerufen. Der Pazifik vor Südkalifornien ist derzeit deutlich wärmer als üblich. Daraus ziehen Stürme ihre Energie, treiben das Wasser Richtung Ufer und die Wellen können noch weiter ins Landesinnere vordringen.

Während „Rachel“ inzwischen über dem Landesinneren zerfiel, bleiben die Schäden an der Küste zurück. Die Aufräumarbeiten laufen. Viele Bewohner blicken nun besorgt auf die kommenden Tage und hoffen, dass die Brandung endlich nachlässt. Denn in Long Beach ist klar: Noch eine solche Wellenserie könnte für manche Gebäude zu viel sein.