New York (USA) – Apple schreibt Börsengeschichte: Der iPhone-Konzern übersprang als zweites Unternehmen überhaupt kurzzeitig die Marke von fünf Billionen Dollar (rund 4400 Milliarden Euro) Börsenwert. Bisher war das nur dem KI-Chip-Giganten Nvidia gelungen. Die beiden Tech-Riesen liefern sich seit Wochen ein Duell um den Titel des wertvollsten Unternehmens der Welt. Mit einem Rekordkurs von 342,89 Dollar pro Aktie schob sich Apple nun kurzzeitig über die magische Marke – und wieder vor Nvidia.
Nur Nvidia ist ähnlich wertvoll wie Apple. Dahinter folgen mit Abstand die Google-Mutter Alphabet, Microsoft und Amazon. Der Grund für Apples Top-Bewertung ist vor allem das iPhone. Weltweit nutzen Hunderte Millionen Menschen die Smartphones der Kalifornier. Dazu kommen Verkaufsschlager wie AirPods, Apple Watch, iPad und Mac. Noch wichtiger für Anleger: Viele Kunden bezahlen zusätzlich für Dienste wie iCloud-Speicher, Apple Music, App Store oder Apple Pay. Das sorgt für verlässliche Milliarden-Einnahmen. Auch die jüngsten Geschäftszahlen überzeugten. Der Konzern steigerte seinen Quartalsumsatz auf mehr als 111 Milliarden Dollar und meldete Rekorde beim iPhone-Geschäft sowie bei seinen digitalen Diensten.
Konkurrenten investieren in teure Rechenzentren
Ein weiterer Grund für den Börsenboom: Während Microsoft, Google, Amazon und Meta Milliarden in den KI-Wettlauf stecken, hält Apple die Kosten deutlich niedriger. Viele Anleger sehen das als Stärke. Sie hoffen, dass der Konzern mit neuen KI-Funktionen Geld verdient, ohne Unsummen für Rechenzentren ausgeben zu müssen.
Rückenwind bekam die Aktie zuletzt auch von Analysten. Die Großbank HSBC stufte den Tech-Konzern auf „Kaufen“ hoch und verwies auf neue KI-Funktionen, eine überarbeitete Siri und eine starke Produktpipeline. Für Anleger ist die Botschaft klar: Die Rekordjagd des iPhone-Konzerns könnte noch längst nicht vorbei sein.