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Dieses Wetter schafft uns alle. 35, 36, 37 Grad drücken Deutschland. Wir leiden unter Durst, Schweiß und Sonnenbrand. Genau in diesen brütend heißen Tagen sagen uns die Behörden: Spart Wasser! Gießt nicht! Lasst den Sommer-Pool leer! Deutschlandweit gibt es Verbote.

Das nervt, auch wenn es Sinn ergibt. Die Grundwasserspeicher sind nach einem trockenen Frühjahr an vielen Orten leer. Sie müssen geschont werden.

Nachhaltig sind die Wasserverbote aber nicht. Wir müssen in den kommenden Jahren damit rechnen, dass uns Hitze und Trockenheit immer wieder quälen.

Wir müssen unser Wasser effektiver nutzen. Die Spanier machen das schon lange. Viele Städte bereiten ihr Abwasser so gut auf, dass es in der Landwirtschaft, bei Sportplatzbewässerung oder für Toilettenspülung eingesetzt werden kann. Bei uns dagegen läuft praktisch überall Trinkwasser durch die Leitungen. Das ist Verschwendung.

Der Aufwand wird enorm, wenn wir unser Wasser besser nutzen wollen. Kläranlagen müssen verbessert werden, neue Leitungen gelegt. Das kostet viel Geld.

Bezahlen müssten Städte und Gemeinden, die ohnehin schon zu wenig Geld haben. Sie brauchen deshalb Hilfe von Bund und Ländern.

Was die Politik sich so erspart: den Bürgern jeden Sommer mit Wasserverboten auf die Nerven zu gehen.