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Vor drei Wochen explodiert eine Powerbank in der Business-Class am Sitzplatz. Am Sonntag dann im geschlossenen Gepäckfach im Handgepäck. Mal verursacht von einem Ex-Airline-Chef, mal von einem normalen Passagier. Kaum eine Woche vergeht ohne solche Meldungen. Die Details wechseln, das Feuer bleibt gleich. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob Powerbanks irgendwann einen Absturz verursachen. Sondern warum wir warten, bis sie es tun.

Denn niemand kontrolliert wirklich, ob eine Powerbank im Gepäckfach landet – wo sie verboten ist – oder beim Passagier bleibt, wie vorgeschrieben. Es gibt keine Taschenkontrolle, keinen Scanner, kein Personal, das jedem Fluggast beim Verstauen über die Schulter schaut. Die Regel existiert nur auf dem Papier. In der Realität landet die Powerbank genau dort, wo der Passagier es will.

Die Luftfahrt behandelt Lithium-Ionen-Akkus seit Jahren wie ein kalkulierbares Risiko. Dabei ist längst klar: Diese Akkus brennen anders. Gerät eine Batterie in den thermischen Durchgang, zündet sie sich immer wieder neu. Deshalb sind sie im Frachtraum verboten – in der Kabine aber bleibt die Sicherheitsstrategie: hoffen, dass jemand den Brand rechtzeitig bemerkt. Denn dort gibt es keine speziellen Löschanlagen. Kein automatisches Brandschutzsystem. Nur Flugbegleiter, Feuerlöscher und Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden können.

Jeder Zwischenfall endet mit dem gleichen Satz: „Die Crew hat professionell reagiert.“ Das stimmt. Aber Sicherheit darf nicht davon abhängen, dass Flugbegleiter unter Stress in Sekunden ein Feuer ersticken können, das nie hätte entstehen dürfen.

Eine Regel, die sich nicht kontrollieren lässt, ist keine Regel – sie ist eine Beruhigungspille. Was im Frachtraum als zu gefährlich gilt, hat auch über den Köpfen von Passagieren nichts zu suchen. Schluss mit der Illusion der Selbstkontrolle – Powerbanks gehören komplett aus der Kabine verbannt.