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Heute vor vier Monaten hat US-Präsident Donald Trump den Krieg gegen den Iran begonnen. Und jetzt scheint dieser Krieg, der die Weltwirtschaft ins Chaos gestürzt hat, zu Ende zu gehen. Letzte Details für ein Friedensabkommen sollen diese Woche geklärt werden. Und der Iran trompetet: Das Abkommen dokumentiere die Niederlage der USA!

Das Schlimme ist, fürchte ich: Die Mullahs haben recht. Natürlich feiert sich Trump für das Ende des Krieges, den er selbst entfesselt hat. Aber was hat er denn in diesen vier Monaten erreicht? Nichts. Nichts für die Menschen im Iran, die vom Terror-Regime der Mullahs geknechtet und zu Tausenden ermordet wurden. Teherans Machthaber haben weiter ihr hochangereichertes Uran, sie haben weiter ihr riesiges Arsenal an Raketen und Drohnen, die Revolutionsgarden sind fester im Sattel denn je.

Die Sanktionen sollen aufgehoben, eingefrorene Vermögen freigegeben werden. Und die Straße von Hormus, die für die Weltwirtschaft so wichtige Schifffahrtsroute, wird vom Iran kontrolliert. Dass der Ober-Mullah Chamenei schon am ersten Kriegstag von den Amerikanern liquidiert wurde, ist jedenfalls kein Grund zum Jubeln. Jetzt regiert eben der Unter-Mullah, sein Sohn.

Für Trumps krachende Niederlage zahlen wir alle den Preis, an den Tankstellen, im Supermarkt, überall. Die Inflation ist gestiegen, die Konjunktur noch schwächer als befürchtet. Das ist der Horror von Hormus: Lieferketten sind gestört, Versicherungsprämien steigen, Ölanlagen sind beschädigt, Frachtschiffe (und fast 11.000 Seeleute) sitzen fest. Waren im Wert von fast 125 Milliarden Dollar stauen sich zuletzt in der Meerenge. Und es bleibt die Frage, ob der Iran künftig Gebühren für die Durchfahrt verlangt.

Ich nenne das, weil gerade alle im WM-Fieber sind, ein Eigentor historischen Ausmaßes. Natürlich kann Trump sagen, dass die USA militärisch nicht geschlagen wurden. Der Iran aber auch nicht. Und im Krieg gibt es kein Unentschieden.

Immerhin: Zuletzt passierte etwas in Washington, was Seltenheitswert hat. Der Kongress stellte sich gegen Trump. Erst das Repräsentantenhaus. Dann der Senat. Beide stimmten (auch mit Stimmen von Republikanern) dafür, Trump in seiner Kriegsführung einzuschränken. Er soll ohne Zustimmung des Parlaments keine weiteren Angriffe führen. Das ist eine Rote Karte aus den eigenen Reihen. Ein Präsident, der im Krieg ist und im eigenen Land ausgebremst wird: Ein politisches Misstrauensvotum, das Trump wütend gemacht hat.

Ich frage mich ganz einfach: Wofür das alles? Seit dem 28. Februar 2026 ist die Welt keinen Deut sicherer geworden, aber definitiv teurer. Der Mann, der so gern den Friedensnobelpreis hätte (aber nur die Mickey-Maus-Variante von FIFA-Boss Infantino bekam), wollte unbedingt Geschichte schreiben. Jetzt hat er eine Geschichte: Der 80-Jährige, der aus dem Fenster guckt und feststellt, dass ihm die Welt nicht gefällt.

Vielen Dank für nichts, Mr. Trump.