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Vigo (Spanien) – „Mutter, das Schiff mit dem Koks ist da!“ Was fast wie eine Neuauflage des Falco-Klassikers klingt, wurde für spanische Drogenfahnder jetzt Realität: Mitten auf dem Atlantik schnappten sie eine Jacht mit 2,1 Tonnen Kokain an Bord. Der geschätzte Straßenwert der Mega-Ladung: rund 164 Millionen Euro!

Die 14 Meter lange Jacht unter polnischer Flagge war den Behörden schon lange verdächtig. Seit es im Juli aus dem Küstenort Roses ausgelaufen ist, wurde das Boot heimlich überwacht.

Die Geduld der Ermittler zahlte sich aus: Auf hoher See schlugen die Fahnder schließlich zu und schleppten die Jacht samt ihrer illegalen Fracht 650 Kilometer in den Hafen von Vigo. An Bord hatten sie 70 Koks-Pakete entdeckt, die an verschiedenen Stellen des Schiffes versteckt waren. Vier mutmaßliche Schmuggler aus Argentinien, Uruguay, Kolumbien und Albanien wurden festgenommen. Zeitgleich nahmen die Behörden im spanischen Girona einen weiteren Verdächtigen fest.

Monatelange Jagd auf die Koks-Kapitäne

Nach Angaben der spanischen Zollbehörde sollen hinter dem Transport professionelle Schmuggler stecken. Die Bande spezialisierte sich offenbar darauf, Drogen mit Segelbooten über den Atlantik zu transportieren und mit kriminellen Netzwerken in Osteuropa und dem Balkan zusammenzuarbeiten.

An dem spektakulären Schlag waren neben den spanischen Behörden auch der französische Zoll, Ermittler aus Polen und Großbritannien sowie die amerikanische Antidrogenbehörde DEA beteiligt.

Die geheime „Kokain-Route“ über den Atlantik

Woher die Drogen genau stammen und wann sie an Bord kamen, ist nicht bekannt. Für die Ermittler passt der Fall jedoch ins bekannte Muster der berüchtigten „Kokain-Route über den Atlantik“. Dabei nutzen Schmuggler Segelboote aus Südamerika, die ihre Drogenladung mitten auf dem Ozean umladen. Anschließend wird die Ware möglichst unauffällig nach Europa gebracht.

Doch diesmal ging der Plan nicht auf. Die aus dem Verkehr gezogenen 2,1 Tonnen Kokain hätten auf Europas Straßen einen Wert von rund 164 Millionen Euro erzielen können.