Klopps Sorgen um Schlotterbeck – Verteidiger muss Training abbrechen
Unfall im Training der deutschen Nationalmannschaft. In der Abschlusseinheit vor dem Nations-League-Heimspiel am Donnerstag in München gegen Serbien (20.45 Uhr/ZDF und im WELT-Live-Ticker) kam es zu einem schmerzhaften Zusammenstoß.
Bei einem Wettkampfspielchen während des Aufwärmens, bei dem die DFB-Stars in vier verschiedenen Gruppen Plastikfiguren im Slalom umspielen mussten, verdribbelte sich Nico Schlotterbeck und krachte mit Finn Jeltsch vom VfB Stuttgart zusammen. Der Verteidiger von Borussia Dortmund ging zu Boden und hielt sich den rechten Knöchel.
Zunächst lachten und grinsten einige DFB-Stars noch wegen des Zusammenstoßes. Als Schlotterbeck aber mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen blieb, eilten Mitspieler, Trainer Jürgen Klopp und Mannschaftsarzt Dr. Jochen Hahne zum sich am Boden wälzenden Spieler. Er musste das Training abbrechen.
Schlotterbeck gab erst Mitte September sein Comeback. Er hatte sich im zweiten deutschen WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste das Innenband im linken Sprunggelenk gerissen. In der laufenden Saison absolvierte Schlotterbeck für den BVB erst zwei Spiele.
Schlotterbeck direkt zur Untersuchung
Eine Diagnose zum aktuellen Vorfall stand noch aus. Schlotterbeck wurde zur genauen Untersuchung des rechten Sprunggelenks direkt zum MRT gefahren. Sein Einsatz gegen Serbien ist fraglich. Schlotterbeck wäre bereits der dritte verletzte DFB-Akteur. Vor und während Klopps Debüt in den Niederlanden hatten sich die Top-Kräfte Jamal Musiala und Kai Havertz Muskelverletzungen zugezogen und mussten nach dem 1:1 vorzeitig abreisen.
Schlotterbeck galt auch als Kandidat für die Kapitänsbinde gegen Serbien, weil Joshua Kimmich nicht mehr zum DFB-Kader für die zweite Woche zählt.
Die DFB-Elf steht nach dem 1:1 in den Niederlanden und dem 0:1 gegen Griechenland in der Gruppenphase der Nations League schon unter Druck. Mit nur einem Zähler liegt die DFB-Elf vor dem punktlosen Schlusslicht Serbien auf dem dritten Rang. Tabellenführer Griechenland (6 Punkte) empfängt am Donnerstag Verfolger Niederlande (4).