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Menlo Park – Schwere Schlappe für den Facebook-Konzern Meta von Mark Zuckerberg (42): Wegen des mangelhaften Schutzes von Kindern und Jugendlichen auf Facebook, Instagram und Whatsapp muss der US-Riese 567 Millionen Dollar (492 Millionen Euro) zahlen. Das Urteil fällte ein Richter im US-Bundesstaat New Mexico. Das Geld fließt in einen Fonds, der Minderjährige unterstützen soll, die durch den Konsum sozialer Medien geschädigt wurden.

Richter Bryan Biedscheid fand deutliche Worte. Er machte den Konzern für eine „Störung der öffentlichen Ordnung“ verantwortlich. Das Besondere: Erstmals wurde diese juristische Einschätzung gegen eine Online-Plattform ausgesprochen.

Doch damit nicht genug! Meta muss nicht nur tief in die Tasche greifen. Meta muss in den kommenden Jahren auch Schutzmechanismen einbauen, die Minderjährige beim Social-Media-Konsum bremsen. Die 567 Millionen Dollar sollen über fünf Jahre hinweg unter anderem in Programme für psychische Gesundheit und Prävention fließen.

Für Meta ist es bereits der nächste Rückschlag. Schon im März hatte eine Geschworenenjury in New Mexico entschieden, dass Kinder und Jugendliche auf Facebook, Instagram und Whatsapp nicht ausreichend geschützt werden. Damals wurde der Konzern zu einer Geldbuße von 375 Millionen Dollar verurteilt. Gegen dieses Urteil hat Meta allerdings Berufung eingelegt.

EU verschärft den Druck

Auch in Europa wächst der Druck auf den Tech-Giganten. Erst vergangenen Monat forderte die EU-Kommission weitreichende Änderungen auf den Plattformen. Nach Ansicht der Behörde schütze Meta Minderjährige nicht ausreichend und verstoße damit gegen die EU-Digitalgesetze.

Die Europäische Kommission will den ⁠Zugang von Kindern zu sozialen Medien einschränken. Dies kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) Mitte Juli in ⁠Brüssel an. Ein von ihr vorgestelltes Expertenpapier schlägt ein abgestuftes Modell vor. Kinder ‌unter 13 Jahren sollen soziale Medien ​demnach zeitlich begrenzt und unter Aufsicht von Eltern oder Lehrkräften ​nutzen dürfen. Für ältere Jugendliche sollen die Beschränkungen schrittweise gelockert werden. Die Frage sei nicht ​länger, ob Kinder im Internet Risiken ausgesetzt seien, sondern wie ‌man ihnen einen sichereren Start ins Internet ermöglichen könne, sagte von der Leyen.