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Kiew (Ukraine) – Er saß an seinem Schreibtisch, als Putin eine Shahed-Drohne am Freitagmorgen in ein Hochhaus in Kiew schickte. Dort, zwischen der siebten und der zehnten Etage, war ein 14-jähriger Teenager mit einer Hausarbeit für die Schule beschäftigt. Gegen 8 Uhr schlug der Tod aus dem Himmel ein. Der Junge landete auf dem Dielenboden. Langsam breitete sich eine Blutlache unter ihm aus. Er wird nie wieder eine Hausarbeit machen.

Mit gottloser Erbarmungslosigkeit hämmert Russlands Diktator auf die Menschen in der Ukraine ein. Kurz vor dem Winter schickt er jeden Tag Raketen und Drohnen, die gezielt Züge und Gleise, Energieanlagen, Warenhäuser zerbomben und immer, immer wieder Menschen töten. In ihren Betten, auf einem Wochenmarkt oder eben Kinder bei ihren Hausarbeiten. Auch in Odessa brannte ein Wohnhaus. Zehn Menschen wurden verletzt, darunter zwei Feuerwehrleute.

In einem anderen Stadtteil der ukrainischen Hauptstadt Kiew schlug eine russische Drohne in ein Bürogebäude ein. Laut Bürgermeister Vitali Klitschko starben dabei weitere vier Menschen, sieben wurden verletzt.

Russland will mit aller Macht den kommenden fünften Kriegswinter zur Kältehölle für die Ukrainer machen. Einen kleinen Hoffnungsschimmer konnte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach seinem Treffen mit Donald Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York nach Hause bringen. Die USA gewähren der Ukraine endlich die Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Luftabwehrraketen in der Ukraine.

„Bei unserem letzten Treffen hat Präsident Trump mir gegenüber betont, dass er eine endgültige Entscheidung getroffen hat. Die Ukraine wird Lizenzen für die Herstellung von Patriot-Raketen erhalten“, sagte Selenskyj am Freitag in einer Sprachnachricht an Journalisten.

Das Patriot-System spielt eine zentrale Rolle beim Schutz ukrainischer Städte und Infrastruktur, insbesondere vor ballistischen Raketen aus Russland. Der Ukraine mangelt es sowohl an Patriot-Systemen als auch an Abwehrraketen.