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Regensburg (Bayern) – Er sieht so niedlich aus, dass man sich sofort schockverlieben könnte. Doch trotz seiner riesigen dunklen Knopfaugen und seiner putzigen Segelohren hat er in einer Kantine nichts verloren. Seit Monaten treibt der nachtaktive Nager sein Unwesen auf dem Campus. Jetzt musste die Kantine des Hochschulsportzentrums schließen.

Nicolas Müller (36), Sprecher des Studierendenwerks in Regensburg (Bayern/Oberpfalz), zu BILD: „Seit dem 20. Juli ist die von uns betriebene Kantine geschlossen. Dort werden neben Snacks auch warme Mittagsgerichte angeboten.“

Kot an der Essensausgabe

Zunächst versuchten es die Betreiber mehrmals mit einer gründlichen Grundreinigung. Vielleicht könnte der Putzmittelgeruch das oder die Tierchen vertreiben? „Am nächsten Tag tauchten immer wieder im Ausgabebereich die Hinterlassenschaften auf“, sagt Müller.

Siebenschläfer konnte fotografiert werden

Auch ein Kammerjäger, den die Uni-Leitung rief, konnte den Siebenschläfer bisher nicht vertreiben. Als ob der Nager die Menschen auf dem Campus foppen wollte, tauchte er dann sogar tagsüber auf, ließ sich von einer Kantinenmitarbeiterin fotografieren.

„Das Hochschulsportzentrum liegt etwas abseits auf dem Campus in der Nähe einer Grünfläche“, sagt Müller. „Vielleicht ist er von dort zu uns spaziert.“

Jetzt müssen mehrere Hundert Studierende, wenn sie Hunger haben, etwa zehn Minuten zu Fuß gehen. Bei den Kollegen des Studiengangs Chemie gibt es nämlich eine Siebenschläfer-freie Kantine.

In früheren Zeiten wurden Siebenschläfer im Haus als Beschützer der Bewohner verehrt. Er war in Deutschland im Jahr 2004 Tier des Jahres und hat seinen Namen wegen seines mehr als sieben Monate dauernden Winterschlafs.