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Sichon (Thailand) – Ein Bad im Golf von Thailand endete in einer Tragödie: Im Süden des Landes ist ein 13-jähriger Junge nach dem Stich einer hochgiftigen Seewespe gestorben. Der Jugendliche schwamm am Samstag am Ban-Fai-Tha-Beach nahe Sichon, als ihn mindestens eins der auch als Würfelqualle bekannten, fast unsichtbaren Meerestiere attackierte.

Wie mehrere thailändische Medien berichten, hatte Nanthaphat B. zunächst an einem Wohltätigkeits-Fußballturnier in der Provinz Nakhon Si Thammarat teilgenommen. Nach dem Spiel ging er mit Freunden ins Wasser. Er schwamm nur etwa zehn Meter vom Ufer entfernt – und geriet plötzlich in einen Schwarm aus mehreren Quallen.

Auch Retter von Quallen gestochen

Berichten zufolge wurde er in Brust, Arme und Hals gestochen. Augenzeugen berichteten „Thailandnews“, dass Nanthaphat daraufhin einen Schock erlitt, das Bewusstsein verlor und Schaum vor dem Mund hatte. Freunde und Anwohner eilten ins Meer, um ihn zu retten. Dabei wurden mehrere Helfer selbst gestochen. Sie überlebten und befinden sich außer Gefahr.

Suchart Chomklin, Umweltminister von Thailand, sprach der Familie öffentlich sein Beileid aus und ordnete verstärkte Sicherheitsmaßnahmen an. Die Behörde für Meeres- und Küstenschutz (DMCR) hat die Überwachung betroffener Strände ausgeweitet. Zusätzlich werden Warnungen verschärft, Tourismusbetriebe informiert und Notfallstationen an gefährdeten Stränden hervorgehoben oder eingerichtet.

Giftigstes Tier der Welt

Experten bezeichnen die Würfelqualle (Chironex fleckeri) sogar als das giftigste Tier der Erde. Eine erwachsene Seewespe trägt in ihren Millionen von Nesselzellen genug Gift in sich, um theoretisch bis zu 250 Erwachsene zu töten. Dass sie im Wasser kaum zu sehen ist, macht sie so gefährlich. Winzige Harpunen lösen bei der leichtesten Berührung aus. Innerhalb von Millisekunden schießt Gift mit gewaltigem Druck in die Haut – direkt in den Blutkreislauf. Das Toxin greift Herz, Nerven und Atemmuskulatur an. Starke Schmerzen setzen sofort ein. In schweren Fällen kann es bereits nach wenigen Minuten zu Atemstillstand oder Herzversagen kommen.

Besonders beunruhigend: Der aktuelle Todesfall ist kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren kam es in Thailand immer wieder zu tödlichen Begegnungen mit Würfelquallen, vor allem rund um die beliebten Ferieninseln Koh Samui und Koh Phangan. 2015 starb dort eine junge Deutsche nach einem Stich. Ein Jahr zuvor kam ein französischer Junge ums Leben. 2021 wurde zudem der Tod eines israelischen Kindes gemeldet.