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Spotorno (Italien) – Was für ein unermessliches Leid an einem Ort, an dem Familien und Jugendliche einfach nur Spaß haben wollten. Auf einem Jahrmarkt in Italien ist ein Teenager offenbar an den Folgen eines schweren Stromschlags gestorben. Der erst 15-jährige Alessio C. wollte offenbar an einem Fußballautomaten seine Schusskraft messen. Mehrere italienische Medien berichten, dass der Teenager dabei einen tödlichen Schlag erlitten habe.

Nach Informationen der Zeitung „Corriere della Sera“ war der Junge im Urlaub in Ligurien (Italien). Am späten Donnerstagabend war er demnach mit Freunden auf dem Festplatz „Luna Park“ im Ort Spotorno (rund 3500 Einwohner). Das Unglück passierte offenbar an einem sogenannten Calciometro – einem Automaten, der ähnlich einem Boxautomaten die Wucht eines Schusses misst. Alessio C. liebte den Medienberichten zufolge Fußball. Er sei Kapitän seiner Vereinsmannschaft gewesen. „Ich habe ihn Anfang Juli zum letzten Mal gesehen, bevor er mit einem Teamkollegen und dessen Familie ans Meer fuhr“, wird Stefano Rovera, Sportdirektor der Jugendmannschaft, in der „Corriere della Sera“ zitiert. „Er war ein fröhlicher Junge, allseits beliebt, höflich und diszipliniert – ein echtes Vorbild.“

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Wie genau es zu dem furchtbaren Unfall kommen konnte, ist offenbar noch unklar. Nach heftigem Regen und Hagel habe es viele Pfützen auf dem Rummel gegeben. Alessio habe seine Schuhe ausgezogen, bevor er an dem Calciometro schoss. Möglicherweise habe es einen Kurzschluss gegeben, der zu einem heftigen Stromschlag führte. Der junge Fußballer starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt den Berichten zufolge wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Der Schussautomat sei sichergestellt und der Jahrmarkt wegen der Ermittlungen geschlossen worden.

Schausteller des „Luna Parks“ veröffentlichten am Freitag auf Facebook eine Stellungnahme, in der sie schreiben, dass sie die Tragödie „tief getroffen und schmerzlich berührt“ habe. „In diesem Moment tiefen Schmerzes gelten unsere Gedanken der Familie des Opfers, der wir unser tiefstes und herzlichstes Beileid aussprechen.“