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Israel meldet Tötung von Hamas-Kommandeur im Gazastreifen

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Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben zwei Männer im Gazastreifen getötet, die an der Verschleppung und Festhaltung israelischer Geiseln beteiligt gewesen sein sollen.

Wie das Militär und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet mitteilten, wurde bei einem Angriff im nördlichen Gazastreifen am Dienstag ein Hamas-Kommandeur getötet. Während des Gaza-Krieges soll das Mitglied des militärischen Hamas-Arms an der Gefangenschaft von neun Geiseln beteiligt gewesen sein, darunter die deutsch-israelischen Brüder Gali und Ziv Berman sowie der Deutsch-Israeli Alon Ohel. Die drei kamen im Rahmen einer Waffenruhe-Vereinbarung im Oktober vergangenen Jahres frei.

Zudem habe die Armee den Gaza-Einwohner Saher Saker getötet. Er sei am Samstag bei einem israelischen Luftangriff in Nuseirat im Zentrum des Küstenstreifens ums Leben gekommen, teilte auch das Al-Aksa-Krankenhaus im Gazastreifen mit. Drei weitere Menschen seien dabei verletzt worden. Aus Kreisen der islamistischen Terrororganisation Hamas hieß es ebenfalls, Saker sei an der Geiselnahme beteiligt gewesen.

Weltweite Anteilnahme am Schicksal der jungen Frau

Die israelische Armee bestätigte palästinensische Berichte, wonach Saker am 7. Oktober 2023 auf einem Motorrad gefahren sein soll, mit dem die Israelin Noa Argamani und ihr Freund Avinatar Or in den Gazastreifen verschleppt wurden. Zuletzt sei er an der Planung neuer Anschläge beteiligt gewesen und daher getötet worden, „um die von ihm ausgehende Bedrohung zu beseitigen“, teilte das Militär mit.

Das Schicksal der vom Nova-Musikfestival in den Gazastreifen verschleppten Argamani hatte weltweit große Anteilnahme ausgelöst. Aufnahmen ihrer Entführung auf einem Motorrad, bei der sie verzweifelt und weinend um Hilfe rief, verbreiteten sich in sozialen Medien. Im Juni 2024 wurde sie gemeinsam mit drei weiteren Geiseln von einer israelischen Spezialeinheit befreit. Dabei kam es laut israelischer Armee zu heftigen Gefechten mit bewaffneten Palästinensern. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden 274 Palästinenser getötet. Dabei wurde nicht zwischen Kämpfern und Zivilisten unterschieden.

Im vergangenen Jahr hielt Argamani zudem eine Ansprache vor dem UN-Sicherheitsrat, in der sie von den Umständen ihrer Geiselhaft berichtete.

Am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Organisationen rund 1200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Der Angriff löste den Gaza-Krieg aus. Seit Oktober 2025 gilt zwar eine Waffenruhe, dennoch kommt es weiterhin zu tödlichen Angriffen. Zuletzt hatte Israel seine Luftangriffe nach eigenen Angaben wieder verstärkt und dabei gezielt ranghohe Hamas-Mitglieder getötet.