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Teheran (Iran) – Ein schreiender Donald Trump, der unter Wasser einem Dollarschein hinterherjagt: Auf einem neuen Propagandaplakat mitten in Teheran verhöhnt das iranische Regime den US-Präsidenten – wieder einmal. Trümmerteile und Seeminen treiben neben ihm durchs Wasser. Die Botschaft: Trump hat sich im Iran verkalkuliert. UND: Die Szene erinnert bewusst an das berühmte Albumcover eines Babys von der Rock-Band „Nirvana“. Dazu das spöttische Zitat: „Great Victory“ (zu dt. „Großer Sieg“).

Die Zeile ist eine Anspielung auf Trumps eigene Worte aus dem April 2026. Der Präsident hatte erklärt, die Straße von Hormus sei „vollständig geöffnet“ und „bereit für den freien Schiffsverkehr“. In der Zeitung USA Today sprach er vom „großen Sieg“ und erklärte den Streit um die wichtige Meerenge für beendet. Die Realität sieht Monate später jedoch anders aus.

Die für den weltweiten Öl- und Gashandel entscheidende Wasserstraße bleibt weiter umkämpft. Iran kontrolliert Teile des Schiffsverkehrs, während die USA zugleich iranische Häfen blockieren. Und das Mullah-Regime lässt keine Gelegenheit aus, Trump vorzuführen. Obwohl Irans oberster Führer Ali Chamenei (†86) tot ist und der Krieg das Land schwer getroffen hat, feiern die Machthaber den Konflikt mit den USA als Erfolg – auch vor den eigenen Leuten.

Mullah-Propaganda trotz Krise

Zuletzt zeigte Mitte Juli ein Propagandaplakat Trump im Sarg, jetzt greift Teheran das Nirvana-Cover vom Album „Nevermind“ auf, auf dem ein Baby einem Dollarschein hinterher schwimmt. Was als Tiefschlag gegen den Präsidenten geplant ist, kann allerdings über eine einfache Tatsache nicht hinwegtäuschen: Den Mullahs steht das Wasser selbst bis zum Hals.

Am Montag hatte Washington den Druck auf den Iran erneut massiv erhöht. US-Finanzminister Scott Bessent (64) kündigte neue Strafmaßnahmen gegen mehr als 60 Organisationen, Personen und Schiffe an. Ziel sei es, dem Regime die finanziellen „Lebensadern“ abzuschneiden. Die iranische Währung fiel auf ein Rekordtief. Auf dem informellen Devisenmarkt kostete ein US-Dollar stolze 2,02 Millionen Rial.

Zugleich verschärfte Verteidigungsminister Pete Hegseth (46) den Ton. Neue Militärschläge gegen den Iran schloss er ausdrücklich nicht aus. Sollten die iranischen Machthaber „den Bogen überspannen“, werde das US-Militär „tun, was nötig ist“, sagte er.