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New York (USA) – Hinter den Kulissen des UN-Gipfels in New York laufen offenbar hektische Verhandlungen: Der Iran hat den USA laut US-Medienberichten einen neuen Vorschlag für ein Ende des Krieges unterbreitet. Der spektakuläre Kern des Angebots: Die strategisch wichtige Straße von Hormus könnte bereits nach sieben Tagen wieder geöffnet werden – so zumindest das Versprechen der Iraner.

Wie die „New York Times“ und die „Financial Times“ berichten, ließ Teheran den Plan von Vermittlern an die Regierung von US-Präsident Donald Trump überbringen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) sagte demnach am Rande der UN-Generalversammlung, der Vorschlag könne sofort umgesetzt werden, sobald Washington zustimme.

Welche Bedingungen der Iran dafür genau stellt, ließ Araghtschi offen. Allerdings hatte Teheran in der Vergangenheit unter anderem die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, das Ende militärischer Aktionen sowie die Aufhebung der US-Blockade gegen iranische Häfen und Schiffe verlangt. Das Weiße Haus bestätigte am Donnerstag lediglich laufende Kontakte. Ein Sprecher erklärte: „Wir führen über die Vermittler positive und konstruktive Gespräche.“

Trump vor Zwischenwahlen unter Druck

In den Verhandlungen tickt für Trump die Uhr. Sieben Monate nach Kriegsbeginn leiden nicht nur die Iraner, sondern auch Millionen Amerikaner unter den Folgen des Konflikts. Der Dieselpreis erreichte in den USA vergangene Woche ein Rekordhoch. Die US-Regierung prüft inzwischen einen Exportstopp für Diesel.

Für Trump wird das zunehmend zum politischen Problem. Wenige Wochen vor den US-Parlamentswahlen am 3. November sind seine Zustimmungswerte auf den tiefsten Stand seiner politischen Karriere gesunken. Laut einer Erhebung des Instituts Ipsos zeigen sich nur noch 32 ‌Prozent der Befragten mit Trumps ​Arbeit zufrieden, nach 35 ‌Prozent in der Vorwoche.

Offiziell geben sich beide Seiten weiter unversöhnlich. Bei ihren Reden vor der UN-Generalversammlung griffen sich Trump und Irans Präsident Massud Peseschkian (71) gegenseitig scharf an. Trump drohte, der Iran habe die Wahl zwischen „Größe“ und „Auslöschung“. Peseschkian warf den USA „Terrorismus“ vor.