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Bremerhaven – Sie saß in der Klemme – und zwar tief. Zu tief! Etwa zwei Meter war Igel-Dame Stella in ein Drainagerohr gekrabbelt, dann ging nichts mehr. Weder vor noch zurück. Anwohner eines Mehrfamilienhauses entdeckten das Tier in Not am Morgen und schlugen Alarm. Die Retter schreckten nicht davor zurück, die gesamte Einfahrt aufzureißen.

Die Feuerwehr rückte an und musste richtig ranklotzen, berichten die Retter in Bremerhaven. Zunächst stemmten die Einsatzkräfte Steine der Zufahrt auf. Dann buddelten sie ein metertiefes Loch, um an das Rohr heranzukommen. Ohne das Tier zu verletzen, legten sie das Drainagerohr Stück für Stück frei.

„Die anschließende Erkundung ergab, dass das Tier im Rohr verkeilt war“, so ein Feuerwehrsprecher. Mit schwerem Gerät trennten sie ein Stück des Drainagerohres ab und beförderten es samt Igel ans Tageslicht.

Stella kam mit einer Schere frei

Ab hier waren Vorsicht und Millimeterarbeit bei der Tierrettung gefragt: Behutsam schnitten die Feuerwehrleute das Rohr mit einer Schere auf und befreiten den eingeklemmten Igel. Die erste Untersuchung ergibt: Es ist eine Igel-Dame. Sie überstand die Rettungsaktion unversehrt, bestätigt ein Feuerwehrsprecher gegenüber BILD. Noch während die Rettung läuft, gibt die Eigentümerin des Mehrfamilienhauses ihr den Namen Stella.

Die Einsatzkräfte brachten Stella zur Igelrettungsstation in Weddewarden. Dort wird sie tiermedizinisch untersucht und vorübergehend gepflegt. Später soll sie wieder im Stadtteil Buschkämpen in der Nähe des Mehrfamilienhauses ausgesetzt werden. Die Feuerwehr will dabei aufpassen, dass Stella nicht noch einmal in das Drainagerohr krabbeln kann.