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Düsseldorf (NRW) – Großer Erfolg im Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Bei einer Razzia gegen die internationale Zigarettenmafia wurden in mehreren Objekten in Nordrhein-Westfalen insgesamt 21 Personen vorläufig festgenommen.

Sie sollen nach BILD-Informationen zigtausend gefälschte Marlboro-Zigaretten in einer Lagerhalle in Haan (NRW) hergestellt und anschließend auf dem europäischen Schwarzmarkt verkauft haben.

So flog die Fabrik auf

Seit Mai ermittelten Beamte des Zollfahndungsamtes Essen gegen die Bande. Die Leitung lag bei der Zentralstelle für Organisierte Kriminalität (ZeRS NRW) der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Die Ermittlungen führten jetzt zu der Razzia.

ZeRS-Sprecher Jonathan Hübner zu BILD: „In einer mutmaßlich illegalen Herstellungsanlage für unversteuerte gefälschte Zigaretten wurden neben größeren Mengen an Tabak auch professionelle Verarbeitungsmaschinen sichergestellt. Es besteht der Verdacht eines Steuerschadens, der bei rund einer Million Euro liegen kann.“

Mehrere Millionen Euro Steuerschaden

Die Ermittlungen zu der Zigarettenfabrik sind kein Einzelfall: Zuletzt hatten Zollfahnder vor vier Monaten auf einem ehemaligen Fabrikgelände in Staudt (Rheinland-Pfalz) eine illegale Zigarettenfabrik entdeckt. Dort wurden knapp 20 Millionen unversteuerte Zigaretten sichergestellt und vier Männer festgenommen. Dort geht man sogar von 5,4 Millionen Euro Steuerschaden aus. Inwieweit die beiden Fälle miteinander in Verbindung stehen, war zunächst unklar.