Finsterwalde (Brandenburg) – Erst bedrohte er die Behördenmitarbeiterin, dann legte er ein Feuer: Nach einem Angriff in Finsterwalde am Donnerstagmorgen ermittelt die Polizei gegen einen Deutschen (35). Kurz nach dem Vorfall in einer Außenstelle der Kreisverwaltung Elbe-Elster in Brandenburg wurde der Tatverdächtige festgenommen.
Das Gebäude wurde evakuiert, der Brand von der Feuerwehr gelöscht. Sascha Erler, Sprecher der Polizeidirektion Süd in Brandenburg, zu BILD: „Durch die starke Rauchentwicklung wurden fünf Beschäftigte der Kreisverwaltung verletzt. Keiner schwer. Einige erlitten leichte Rauchgasvergiftungen, einige zeigten Schocksymptome.“ Zunächst hieß es, vier Personen seien verletzt worden. Die Hintergründe der Tat werden ermittelt. „Zu der Motivlage laufen die Ermittlungen und Befragungen noch“, so Erler.
Ob der Mann seinen Angriff zuvor schon angedroht hatte, ist bislang nicht bekannt. Auch nicht, ob der Mann einen Termin in einem der im Gebäude untergebrachten Ämter hatte.
Betrieb eingestellt
Nach Angaben des Landkreises wurde der Dienstbetrieb am Verwaltungsstandort Finsterwalde (Brandenburg) nach dem Vorfall eingestellt. Etwa 30 Verwaltungsangestellte mussten das Gebäude verlassen. Wann die Außenstelle wieder für Besucher öffnet, ist noch unklar. Betroffen sind das Straßenverkehrsamt, das Amt für Bildung, Jugend, Soziales und Kultur, das Amt für Bauaufsicht, Umwelt und Denkmalschutz sowie das Gesundheitsamt. Der Schaden durch das Feuer ist laut Polizei vergleichsweise gering. Derzeit sind Kriminaltechniker mit der Tatortarbeit im Gebäude beschäftigt.