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Berlin – Hunderte Menschen stehen um ihn herum. Alle wollten den Gastronom in seinem lilafarbenen Lamborghini sehen. Teenager schossen begeistert Fotos vom Super-Sportwagen und filmten mit ihren Handys. Der Massenansturm in Berlin löste sogar einen Polizeieinsatz aus.

Was so viele faszinierte: René „Redo“ Dost (57) saß auf dem weißen Fahrersitz. Der schrille Restaurantbesitzer wollte sein neues Auto zeigen: Lila-metallic-Look, Scheinwerfer wie ein liegendes Y, innen weiße Armatur.

Warum so viele Menschen kamen

Die Spritztour auf dem Kurfürstendamm in Berlin hatte Redo angekündigt. Der Internet-Star aus Hennigsdorf hatte seine 1,4 Millionen Follower mobilisiert: „Hey, an alle Car-Spotter da draußen, morgen, Sonntag, 14 Uhr cruise ich hier mit der kleenen süßen lila Kiste immer hoch und runter, auf dem Kurfürstendamm. Ich freue mich euch alle zu sehen!“ Mit seinen Kurzvideos und Livestreams, in denen seine aufgedrehte Art und sein Leben als Unternehmer im Mittelpunkt stehen, sorgt er seit zwei Jahren als schillernde Persönlichkeit des Internets für Furore.

1065-PS-Auto für 800.000 Euro

Am Sonntag präsentierte Redo seinen neuen Lamborghini Revuelto dann. Der Flitzer mit einer Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h hat 1065 PS. Der Verbrenner wird durch drei Elektromotoren unterstützt. Kaufpreis: 800.000 Euro.

Zu BILD sagte Redo: „Dieses Auto ist ein Unikat, das gibt es so kein zweites Mal. Er ist ein Symbol. Für 35 Jahre harte Arbeit. Für viel Verzicht.“ Laut dem Händler, der Redo das Auto verkaufte, ist es „der teuerste Lamborghini Revuelto, der in Deutschland ausgeliefert wurde“, also Rekord!

Doch die Spritztour darin wurde zum Verkehrs-Albtraum. Die Redo-Fans blockierten die Fahrbahn, jeder wollte ein Foto. Polizisten mussten eingreifen, um die Ordnung wenigstens einigermaßen wiederherzustellen. Verzweifelt wandte sich Redo an die Beamten: „Können Sie irgendwie ein bisschen helfen, ich muss jetzt hier nur weg!“

„Sie sind einem Mädchen über den Fuß gefahren“

Mitten im Getümmel kam es zu einem Zwischenfall. Einer der Beamten erklärte dem Gastronom durchs Seitenfenster: „Sie sind gerade einem Mädchen über den Fuß gefahren. Die ist jetzt verletzt. Das bedeutet, wir müssen jetzt einen Verkehrsunfall aufnehmen. Sie sind Betroffener einer Straftat, das ist eine fahrlässige Körperverletzung.“ Redo entsetzt: „Das habe ich gar nicht mitbekommen.“

Redo, der eigentlich René Dost heißt, ist seit mehr als drei Jahrzehnten in der Gastronomie. Er begann 1991 mit einer Imbissbude, da war er 22 Jahre alt. Inzwischen arbeiten für ihn nach eigenen Angaben mehr als 210 Mitarbeiter. Er betreibt 19 Restaurants in Berlin und Potsdam, von denen Redo XXL am bekanntesten ist. Hinzu kommen 25 Foodtrucks, vier Eventlocations und ein Hotel am Motzener See. Er soll 17 GmbHs angemeldet haben.

Redo am Abend im Internet: „Die Situation ist komplett eskaliert. Gott sei Dank war die Berliner Polizei an meiner Seite.“ Und weiter: „So etwas wird es auf jeden Fall nie wieder geben. Es war auch nicht meine Absicht, dass es so wird.“