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Zwickau (Sachsen) – Razzia in vier Bundesländern gegen mutmaßlich linksextreme Gewalttäter. Nach BILD-Informationen hob die Soko LinX des Landeskriminalamtes Sachsen in den Morgenstunden das „Kollektiv Zwickau“ aus. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung – rund 20 Wohnungen wurden durchsucht.

Die Beschuldigten (18 und 37 Jahre) der marxistisch-leninistischen Gruppierung sollen in den vergangenen Jahren in unterschiedlichen Zusammensetzungen Angriffe auf politische Gegner verübt haben. In einem Fall u. a. mit Schlagstöcken und Pfefferspray. Laut Landesamt für Verfassungsschutz in Sachsen ist das Markenzeichen der Linksextremen Hammer und Sichel. Außerdem schmücken sie sich mit dem roten Sowjetstern. Ihr Gruß lautet: „Rot Front“ und die geballte Faust.

Die Polizei durchsuchte am Morgen des 3. November im Landkreis Zwickau, Thüringen, Leipzig, Bremen, Hamburg und Dresden. Aus der Gruppierung, welche den dogmatischen Linksextremisten zugeordnet wird, sollen gefährliche Körperverletzungen, Raub und schwerer Landfriedensbruch verübt worden sein. Wie BILD erfuhr, soll das Ziel der Gruppierung sein, gegen Rechtsradikale vorzugehen und die Basis für eine kommunistische Partei aufzubauen. Ihr Name beinhaltet Zwickau, weil die meisten Tatverdächtigen hier wohnen oder von hier stammen.

Auf ihrer Instagram-Seite zeigt sich das Kollektiv öffentlich, fordert u.a. „Freiheit für Maja“. Sie nennen die non-binäre Hammerbanden-Schlägerin „Genoss:in“. Maja wurde in Ungarn nach einem brutalen Überfall zu sieben Jahren Haft verurteilt. Sachsens LKA-Sprecher Kay Anders (45) bestätigt gegenüber BILD die aktuellen Durchsuchungen: „Hintergrund ist ein großangelegtes Ermittlungsverfahren.“

Nachrichtendienst hat Linksextreme im Visier

Im Sächsischen Verfassungsschutzbericht 2025 heißt es auf Seite 195 über das „Kollektiv Zwickau“, dass es zuletzt keine „öffentlichkeitswirksamen Auftritte“ mehr von den Linksextremen gab. Der Nachrichtendienst vermutet, dass eine erste Polizei-Razzia im Februar 2025 Ursache dafür sein könnte. Nach BILD-Informationen hat der Verfassungsschutz Anhaltspunkte, dass das „Kollektiv Zwickau“ durch seine Aktivitäten das Ziel verfolgen könne, die freiheitlich-demokratische Grundordnung über eine Revolution mit Gewaltanwendung durch eine kommunistische Gesellschaftsordnung zu ersetzen.