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Berlin – In der Union rollt jetzt die Ilse-Lawine durchs Land: Nach der BaWü-CDU sprechen sich jetzt namhafte Nordlichter aus der CDU für CSU-Frau Ilse Aigner (61) als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) aus! Nach BILD-Informationen haben sich die CDU‑Bundestagsabgeordneten aus Schleswig-Holstein auf ihrer Landesgruppensitzung für Aigner ausgesprochen. Unter den Teilnehmern: Außenminister Johannes Wadephul (63). Ein Teilnehmer zu BILD: „Wir waren uns einig, dass Ilse Aigner die Richtige ist.“

Pikant: Im Rennen um das höchste Amt im Staate war auch Bildungsministerin Karin Prien (61) – aus der Schleswig-Holstein-CDU! Mit Rücksicht auf die „liebe Parteifreundin“, so ein Teilnehmer, habe man auf einen förmlichen Pro-Aigner-Beschluss verzichtet. Aber: „Die Stimmung war einhellig.“

Dass Prien aus dem Rennen ist, war seit Tagen klar. Zuletzt hatte es am Dienstag gegenüber BILD geheißen, es werde „eine Frau katholischer Konfession“. Damit war klar, dass Prien (Jüdin) schon raus sein muss. Bisher, so die Argumentation, gehörten nur zwei der bislang zwölf Bundespräsidenten der größten Konfessionsgemeinschaft (19 Mio. römisch-katholisch; 17 Mio. evangelisch) im Land an – Heinrich Lübke (1959–1969) und Christian Wulff (2010–2012).

Gleichzeitig hat die einzige noch ernsthafte Konkurrentin für Aigner, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (53, CDU), zu erkennen gegeben, dass sie sich in ihrem jetzigen Amt als Nummer 2 im Staate nach dem Bundespräsidenten wohlfühlt.

Es laufe, so streuen es die Aignerianer, alles auf Aigner hinaus, so einer aus der CDU‑Führung – „falls der Chef nicht noch ein Ass im Ärmel hat“. Aber: Länder wie Hessen oder die Klöckner-Heimat Rheinland-Pfalz machen Druck für Klöckner. Parole von dort: Noch ist nichts entschieden.

CDU‑Chef und Kanzler Friedrich Merz (70) will sich bis zum Wochenende mit CDU-Landesfürsten abstimmen und auf eine Kandidatin einigen. Probleme machten bislang Hessen (Boris Rhein) und NRW (Hendrik Wüst). Rhein, dem selbst Ambitionen auf das Staatsamt nachgesagt wurden, moniert, dass niemand aus der Hessen-CDU im Bund ein Spitzenamt abbekommen habe. Wüst beharrte demnach auf einer Frau aus der CDU. Möglichst aus seinem Bundesland.

Am Montag soll die Kandidatin dann im CDU-Präsidium verkündet werden. Gewählt wird die Steinmeier-Nachfolgerin am 30. Januar von der Bundesversammlung.