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Middlesbrough (England) – Für ein paar Likes zahlten sieben Menschen den höchsten Preis. Fünf junge Männer und zwei Polizisten verloren ihr Leben, nachdem ein VW‑Passat auf der Flucht vor der Polizei als Geisterfahrer in den Gegenverkehr raste. Dort krachte der Wagen frontal in einen Streifenwagen. Die Wucht des Aufpralls war so gewaltig, dass niemand überlebte.

Die Tragödie ereignete sich in der Nacht zu Samstag. In dem VW-Passat saßen fünf junge Männer, die versuchten, der Polizei zu entkommen. Die Beamten waren auf das Fahrzeug aufmerksam geworden, weil es mit falschen Kennzeichen unterwegs war und durch riskante Fahrmanöver auffiel.

Nach Verfolgungsjagd kam es zum Frontalcrash

Dann die folgenschwere Entscheidung: Der Fahrer steuerte den Wagen auf die falsche Auffahrt der Autobahn und wurde zum Geisterfahrer. Die Polizei brach die Verfolgung sofort ab. Doch die Katastrophe ließ sich nicht mehr verhindern. Eine Streife, die nicht an der Verfolgungsjagd beteiligt war, aber nach dem verdächtigen Fahrzeug suchte, kollidierte frontal mit dem Geisterfahrer-Passat.

Der Aufprall war so heftig, dass alle sieben Beteiligten noch an der Unfallstelle starben, darunter die Polizisten Matthew Blades (37) und Tom Clough (38). Bei den Insassen des Passats handelte es sich um Michael Robert Cahill (23), Theo Rae (17), Cole Robert Worthy (17), Jakub Matusiak (23) und Makai Saddington (18).

Junge Männer protzten mit Fahrmanövern

Besonders brisant: Schon vor dem tödlichen Crash sollen einige der Teenager sogenannte „Joyriding“-Videos auf TikTok veröffentlicht haben. Es sind Aufnahmen, die sie mit Sturmhaube maskiert bei riskanten Fahrmanövern, hohen Geschwindigkeiten und wilden Verfolgungsjagden zeigen. Besonders erschütternd ist ein inzwischen von TikTok gelöschtes Video.

Laut britischen Medien zeigt es den nun bei dem Horror-Crash getöteten Makai Saddington (18). Er sitzt am Steuer, jagt mit hohem Tempo durch ein Wohngebiet und biegt auf eine Wiese ab. Dazu läuft Rap-Musik im Hintergrund. Dicht hinter ihm: ein Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht.

Nur wenige Monate später ist Saddington, der laut dem Onlineportal „Metro.co.uk“ einen einjährigen Sohn haben soll, tot. Er starb bei einem Frontalcrash, den Ermittler mit einer gefährlichen Internet-Challenge in Verbindung bringen.