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Die Thermometer kratzten am Donnerstag wieder fast überall knapp an der 40-Grad-Marke, ja, Deutschland schwitzt und stöhnt, was für eine Hitze! Doch einige bewahren trotzdem kreativ einen kühlen Kopf, sie sagen: Uns geht es GLUT! BILD zeigt vier clevere Beispiele, wie man auch in der extremen Hitze seine gute Laune nicht verliert.

Der coolste Trucker

Lkw-Fahrer Stephan Li (54) aus Mannheim sitzt täglich bis zu neun Stunden hinterm Steuer seines 15-Tonners und hat gegen die Hitze clever vorgesorgt: „Ich habe heute von zu Hause meinen blauen Putzeimer mitgenommen und mir an der Tankstelle einen Sack Eiswürfel besorgt. Das mutet vielleicht etwas schräg an, ist aber sehr effektiv. In meiner Pause halte ich Arme und Füße da ganz tief rein, eine echte Wohltat! Danach bin ich gleich wieder munter und kann meine Tour durch die Rhein-Neckar-Region erfrischt fortsetzen. Natürlich habe ich im Führerhaus eine Klimaanlage, aber heute ballert mir die Sonne mit fast 40 Grad aufs Führerhaus, so ein Arbeitstag ist schon eine echte Herausforderung.“

Mit dem Chef Schlitten fahren

Mit Blick auf die Wettervorhersage hat Geschäftsführer Daniel Wagner (45) die Pläne fürs Sommerfest seines Stuckateur-Unternehmens umgekrempelt: Statt plus 38 Grad Außentemperatur gab es für sein Team Frost: minus 3 Grad Celsius! „Eigentlich war heute Golf geplant, doch bei den aktuellen Temperaturen haben wir unsere Feier lieber in die Kälte verlegt“, sagt der Düsseldorfer. Statt auf dem Golfplatz womöglich zu verbrennen, ging die Belegschaft in der Skihalle in Neuss gut gelaunt rodeln. Ein Sommerfest in Skiklamotten – unvergesslich! In der Neusser Skihalle schneit es jede Nacht, 12 Schneekanonen sorgen für eine weiße Piste.

Cool bleiben unterm Rasensprenger

Wolfgang Persky (80) ist ein echter Berliner, ihn lässt selbst die Hitze kalt. Im Neuköllner Schifffahrtskanal hat er als kleiner Junge schwimmen gelernt, heute kühlt er sich in seiner Laube ab. Hier, in der Kleingartenkolonie am Buschkrug, verbringt er den ganzen Sommer und ist Hitze gewohnt: „Ich war schon in Amerika in der heißesten Zone, in Afrika und Thailand, da habe ich es auch ausgehalten.“ Wird es ihm doch zu heiß, greift der Achtzigjährige zu pragmatischen Mitteln: „Gegen Hitze hilft Wasser, ich setze mich einfach unter den Rasensprenger, wenn ich eine Abkühlung brauche.“ Seinen Cowboyhut hat er aus Amerika nach Berlin mitgebracht, der schützt ihn vor Wasser und Sonne und sieht auch noch cool aus.

Der Pilot und sein Gartenschlauch-Trick

Als sich der Stuttgarter Unternehmer Hartmut Rehorsch (69) 2013 einen echten Starfighter aufs Dach montierte, gab es von seinen Nachbarn zunächst ordentlich Feuer. Doch zum Glück ist ihr Streit ums Baurecht inzwischen abgekühlt, am Donnerstag flirrte in Zuffenhausen die Luft nur noch wegen der Sommerhitze. Bei 38 Grad wurde es in Rehorschs Dachgeschosswohnung stickig. Da griff der Pilot auf seiner Dachterrasse zu einem fein durchlöcherten Gartenschlauch. Rehorsch zu BILD: „Wenn man da die Leitung aufdreht, entfaltet sich ein hoher Druck. Das Wasser tropft aus den kleinen Löchern nicht heraus, sondern wird zerstäubt.“ Folge: Ein zarter Sprühnebel hüllt den Stuttgarter Starfighter-Rebellen ein. Rehorsch: „Das kühlt wunderbar, selbst bei hohen Temperaturen.“