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Da kommt was auf uns zu! Das Wetter bringt am Freitag den ersten Herbststurm nach Deutschland. Experten rechnen mit schweren Sturmböen bis zu 110 km/h. Wann und wo es gefährlich werden könnte, lesen Sie bei BILD.

Diplom-Meteorologe Dominik Jung: „Am Freitag nimmt ein Orkantief von den Britischen Inseln aus Kurs auf Europa und Deutschland.“ Der Experte erklärt gegenüber BILD: „Der Kerndruck fällt so schnell, dass wir Meteorologen von einer explosiven Zyklogenese sprechen, umgangssprachlich einem ‚Bombenzyklon‘. Der britische Wetterdienst hat das Tief bereits als ersten Sturm der Saison auf den Namen ‚Austen‘ getauft.“

Wo die heftigsten Böen erwartet werden

In Deutschland geht es am Freitag tagsüber im Nordwesten so richtig los. „Bei uns sind dann Windgeschwindigkeiten bis zu 90 km/h möglich, an und auf der Nordsee sogar bis zu 110 km/h“, warnt Jung. Und weiter: „Am heftigsten wird es auf den Ostfriesischen und Nordfriesischen Inseln, auf Helgoland sowie direkt an der Küste von Ostfriesland bis Nordfriesland und Sylt. Dort sind Sturmböen um 75 bis 90 km/h zu erwarten, einzelne schwere Sturmböen um 100 km/h kann ich nicht ausschließen.“ Dazu zieht Regen auf, die Temperaturen erreichen 12 bis maximal 15 Grad.

Wie das Sturmtief durch Deutschland zieht

Christiane Lösel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zu BILD: „In der Nacht zum Samstag wird der Wind noch zunehmen. Im Binnenland werden stürmische Böen erwartet, in exponierten Lagen sogar schwere Sturmböen.“ Gemeint sind damit u. a. die Nordsee und die Mittelgebirge wie der Harz und seine höchste Erhebung, der Brocken (1141 m). „Je höher die Lage, desto stärker ist dort dann auch der Wind“, präzisiert die Diplom-Meteorologin.

Herbststurm hat Gewitter im Gepäck

Am Samstag ist es im Nordwesten laut DWD „anfangs noch stürmisch mit schweren Sturmböen an der Nordsee, später abnehmender Wind“. Tagsüber ist es dann meist wolkig bis stark bewölkt mit Schauern, „vereinzelt auch mit kurzen Gewittern“, so die Vorhersage. Höchstwerte 8 bis 13 Grad. Mäßiger bis frischer, in Böen starker, in Gewitternähe sowie an der Nordsee auch stürmischer Südwestwind, in Gipfellagen sind sogar wieder Sturmböen möglich.

So geht es mit dem Wetter weiter

In der Nacht zum Sonntag klingen die Schauer zunächst ab. Aber: „Im Westen und Nordwesten rollt ein neues Tief über die Nordsee heran“, sagt Lösel. Und das bringt neuen Regen und die nächste Runde Wind: „Auffrischender Süd- bis Südwestwind, mit Frontpassage auf West drehend. Dabei steife bis stürmische Böen, im Westen und Nordwesten abends Sturmböen nicht ausgeschlossen, an der Nordsee und in Gipfellagen auch schwere Sturmböen“, warnt der DWD.

Die gute Nachricht: Noch bleibt den Norddeutschen eine Sturmflut erspart, wie Wetterexperte Frank Böttcher gegenüber BILD erklärt: „Beim ersten Sturmtief dieses Herbstes kommt der Wind eher aus Südwest. Gut für die Bewohner, vorerst gibt es keine Sturmflutgefahr.“