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Berlin – Die Koalition der Schande mit Linksextremisten und Antisemiten – wird sie ausgerechnet heute, am Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023, beschlossen? Danach sieht’s aus! Verhandler von SPD, Grüne und Linke treffen sich gerade zur letzten Runde der Vorgespräche. Sollten sie heute einschlagen, gehen morgen wohl die Sondierungen los.

BILD weiß: Heute soll noch keine Erklärung an die Presse gehen – auch, wenn sich die Parteien mündlich einig sein sollten. Ein taktischer Trick, um das symbolische Datum des 7. Oktober zu umgehen? Jedenfalls wird jede Einigung noch bis mindestens morgen verheimlicht.

„Geschichte wird gemacht“, freute sich Linken-Fraktionschef Tobias Schulze (50), als er in das Haus der Statistik am Berliner Alexanderplatz zum Termin eintrat. Die linke Spitzen-Frau Elif Eralp (45) sagte: „Jetzt geht's weiter.“

Am Vormittag hatten die Berliner Parteienvertreter noch pflichtbewusst eine Synagoge zum Gedenken an den 7. Oktober besucht (Chabad in Wilmersdorf). Auch Linken-Vertreter waren da: Landeschefin Kerstin Wolter-Ehling (40) und Fraktionschef Tobias Schulze (50). Dort zündeten sie eine Kerze für die Ermordeten des Hamas-Massakers. Spitzenkandidatin Eralp, die bei einem dunkelrot-grün-rotem Bündnis Regierende Bürgermeisterin der Hauptstadt werden könnte, fehlte.

Eralp soll gesundheitlich leicht angeschlagen sein, besuchte aber gegen 11 Uhr eine Gedenkveranstaltung am Brandenburger Tor. Dort war der Platz mit einer langen Tafel (500 Stühle) gedeckt – eine Aktion der Jüdischen Studierendenunion. Deren Vorsitzender Ron Dekel (24) erzählte den Politikern, dass er schon mehrmals wegen seiner Kippa in Berlin angegangen wurde – auch im Regierungsviertel, wie er betont. Er sagte auch, die Linke habe in Berlin bewusst auch mit Antisemitismus nach Wählern gefischt. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach (47) antwortete ihm: „Vielen Dank für die klaren Worte.“

Eralp legte eine rote Stoffrose vor dem Foto einer französisch-israelischen Mutter nieder, die auf dem Weg zum Nova-Festival ermordet wurde. Ihr Name: Céline Ben David (32).

Israels Botschafter Ron Prosor (67) war auch da und forderte eine Brandmauer nicht nur nach rechts, sondern auch nach links. Prosor zu BILD über die antisemitischen Ausfälle in der Linkspartei: „Das waren keine Einzelfälle. Das hatte Methode und es wird nicht richtig bekämpft. Das sollten die anderen Parteien im Auge behalten, bevor sie in eine Koalition mit der Linkspartei hineingehen.“ Denn: „Antisemitismus ist Antisemitismus, auch von links und von rechts. Und eine Brandmauer sollte wirklich nach allen Seiten gelten.“