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Heidelberg – Nach einer brutalen Attacke auf zwei junge Frauen sitzen drei Mädchen im Alter von 14, 16 und 17 Jahren in Untersuchungshaft. Die Ermittler werfen ihnen vor, ihre Opfer gemeinsam mit einem Messer und Glasflaschen angegriffen und schwer verletzt zu haben.

Die Tat soll sich bereits am Abend des 11. Juli gegen 22.30 Uhr am Bismarckplatz in Heidelberg (Baden-Württemberg) abgespielt haben. Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten die drei Jugendlichen zunächst mit zwei jungen Frauen (15 und 18) in einen verbalen Streit. Wenig später soll die Situation eskaliert sein.

18-Jährige erlitt Schädel-Hirn-Trauma

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft griffen die drei Tatverdächtigen die beiden Schwestern gemeinsam an. Dabei sollen sie unter anderem Glasflaschen und ein Messer eingesetzt haben.

Als die 18-Jährige kurzzeitig das Bewusstsein verlor und zu Boden ging, wollte ihre 15 Jahre alte Schwester ihr helfen. Doch auch sie soll von den Angreiferinnen attackiert worden sein. Die Jugendliche erlitt Schnittverletzungen im Gesicht.

Die ältere Schwester wurde besonders schwer verletzt. Sie zog sich unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma, Stichverletzungen sowie mehrere tiefe Schnitte im Gesicht zu. Die 18-Jährige musste stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Tatverdächtige sollen Opfer verhöhnt haben

Besonders erschütternd: Nach der Attacke sollen sich die drei Jugendlichen laut den Ermittlern sogar über die am Boden liegenden Verletzten lustig gemacht haben.

Den Beamten gelang es anschließend, die mutmaßlichen Täterinnen zu identifizieren. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg beantragte Haftbefehle wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung. Das Amtsgericht Heidelberg folgte dem Antrag. Die Haftbefehle wurden am Freitag vollstreckt. Die drei Jugendlichen kamen anschließend in eine Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen dauern an. Mannheims Polizeisprecher Stefan Wilhelm zu BILD: „Es ist zwar nicht üblich, dass ein 14-jähriges Mädchen in Untersuchungshaft geht. Doch aufgrund der Brutalität hat die Staatsanwaltschaft in Absprache mit uns einen Untersuchungshaftbefehl erwirken können.“