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Berlin – Gute Nachrichten für Millionen gesetzlich Versicherte: Die Krankenkassen-Beiträge sollen im kommenden Jahr NICHT pauschal steigen – der Beitragssatz liegt im Schnitt bei 17,5 Prozent des Bruttolohns. 14,6 Prozent regulärer Beitragssatz plus Zusatzbeitrag der Krankenkasse. Dieser liegt aktuell bei durchschnittlich 2,9 Prozent. Die Hälfte des Gesamtbeitrags übernimmt der Arbeitgeber.

Ein Expertengremium empfiehlt die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitrags. Dass der Beitrag bei 17,5 Prozent bleibt, ist eine Empfehlung – jede Kasse kann ihn selbst festlegen. Gesundheitsminister Carsten Linnemann (49, CDU) teilte mit: „Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz bleibt im kommenden Jahr stabil. Nach wiederholten Beitragserhöhungen ist das ein gutes Zeichen.“

Seit 2022 hat sich der Zusatzbeitrag von 1,3 auf 2,9 Prozent mehr als verdoppelt. Grund für den Stopp der Dauer-Erhöhung: ein Milliarden-Sparpaket, das unter Ex-Gesundheitsministerin Nina Warken (47, CDU) beschlossen wurde. Die Zuzahlung für Medikamente in der Apotheke steigt auf mindestens 7,50 Euro und maximal 15 Euro (aktuell 5 und 10 Euro) pro Packung, die kostenlose Familienmitversicherung wird eingeschränkt, und Gutverdiener müssen auf einen größeren Teil ihres Einkommens Krankenkassenbeiträge zahlen. Bedeutet: Viele Versicherte müssen an anderer Stelle mehr zahlen. Auch Kliniken und Ärzte müssen Milliarden einsparen. Es ist dennoch nicht ausgeschlossen, dass Krankenkassen ihren Beitrag im laufenden Jahr erhöhen – wenn es ihre finanzielle Situation notwendig macht.