Brennende Barrikaden, Böllerwürfe auf Polizisten und immer mehr vermummte Menschen – von Minute zu Minute spitzt sich die Situation bei den bundesweiten Gen-Z-Demos zu. Seit dem frühen Nachmittag waren in 30 deutschen Städten mehr als 100.000 Menschen auf der Straße. Vielerorts sind die Veranstaltungen beendet, jetzt übernehmen immer mehr Chaoten das Ruder. Die Polizei berichtet von brennenden Bengalos und Barrikaden, Flaschen- und Eierwürfen auf Beamte. Die Einsatzkräfte gehen mit Pfefferspray und Wasserwerfern gegen die Randalierer vor.
Sicherheitsbehörden hatten im Vorfeld vor einer möglichen Unterwanderung durch linksextreme Kräfte gewarnt. Zahlreiche Geschäfte hatten deshalb ihre Schaufenster mit OSB- und Sperrholzplatten abgesichert. Sie fürchteten Plünderungen wie zuletzt in Frankreich. In Hamburg wurden daher zum Wochenende sogar die OSB-Platten knapp.
Aufgerufen zu den Demonstrationen haben die Initiatoren von „Gen Z regelt!“. Sie fordern unter anderem bessere Bildung, bezahlbares Leben und mehr Klimaschutz und protestieren gegen Kürzungen im Sozialbereich sowie gegen Aufrüstung. In Berlin, Köln, Frankfurt und München organisiert „Gen Z regelt!“ die Proteste selbst, in rund 30 weiteren Städten können sich Demonstranten örtlichen Initiativen anschließen.
BILD berichtet im Live-Ticker über die bundesweiten Proteste.