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Für 55 Millionen Euro – FC Bayern verpflichtet Marokkos WM-Helden

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Die Fußball-Weltmeisterschaft spielt in den USA, Kanada und Mexiko. Bleiben Sie hier auf dem Laufenden über alles Wichtige rund um das Turnier und die deutsche Nationalmannschaft.

Der FC Bayern München hat den marokkanischen WM-Star Ismael Saibari verpflichtet. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister mitteilte, unterschreibt der offensive Mittelfeldspieler einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031. Die Ablösesumme soll Schätzungen zufolge im Bereich von rund 55 Millionen Euro liegen. Saibaris Vertrag bei der PSV Eindhoven war bis zum 30. Juni 2029 datiert.

Der 25-jährige Saibari war bei der Weltmeisterschaft schon durch seinen Führungstreffer im ersten Vorrundenspiel gegen Brasilien (1:1) in den internationalen Fokus gerückt. Danach gelangen ihm das schnelle 1:0-Siegtor gegen Schottland und ein Treffer beim 4:2 über Haiti. Den Einzug ins Achtelfinale besiegelte Saibari im Elfmeterschießen gegen die Niederlande, als er den entscheidenden Versuch zum Weiterkommen verwandelte.

Wegen des Verdachts auf Korruption im Zusammenhang mit der Fußballeuropameisterschaft 2024 haben am Mittwoch mehrere Razzien in Deutschland stattgefunden. Das teilten das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt in Düsseldorf und die Staatsanwaltschaft Bochum mit. Dabei wurde auch die Zentrale des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) in Frankfurt am Main durchsucht, wie der DFB dem Sport-Informationsdienst (SID) bestätigte.

„Die Ermittlungen betreffen weder den DFB als Organisation noch einzelne Mitarbeitende oder Verantwortliche“, teilte der DFB dem SID mit: „Der DFB ist in diesem Verfahren vielmehr lediglich als Zeuge beteiligt und hat gegenüber den Behörden umfassende Kooperation zugesagt.“

Bundestrainer Julian Nagelsmann ist nach dem Aus bei der WM kommentarlos nach Deutschland zurückgekehrt. Am Flughafen München verließ der 38-Jährige das Gebäude bei strömendem Regen durch einen Hinterausgang – an einem Dutzend Journalisten vorbei, die vergeblich auf eine Stellungnahme warteten. Fans waren nicht gekommen. Über seinen möglichen Rauswurf will der Deutsche Fußball-Bund in den kommenden Tagen entscheiden.

Im selben Flugzeug von Charlotte nach München saßen die Bayern-Profis Aleksandar Pavlovic und Jamal Musiala. Auch Musiala mied den Hauptausgang. Nur Pavlovic verließ das Terminal durch den Hauptausgang – und äußerte sich dort als Einziger. Das frühe Ausscheiden sitze „sehr tief“, sagte Pavlovic im Sky-Interview. „Wir haben uns viel mehr erwartet, viel mehr vorgenommen und ja, wir sind alle sehr traurig und ja, ist sehr bitter gelaufen jetzt.“ Woran es gelegen habe, sei schwer zu sagen: „Es hat einfach nicht sein sollen.“

Der frühere Bundestrainer Berti Vogts hat die Mentalität der aktuellen deutschen Fußballer-Generation kritisiert. Er monierte, dass die deutschen Kicker derzeit zu schnell und mit zu wenig bereits zufrieden seien. „Wir haben im Moment keine Spieler, die auf höchstem Niveau mithalten können“, schrieb der 79 Jahre alte Vogts in seiner Kolumne für die „Rheinische Post“.

„Da müssen wir ansetzen: Warum sind unsere Spieler nicht mehr Weltklasse? Warum sind wir in den Disziplinen hinten dran, die uns früher stark gemacht haben? Die anderen sind schneller, sie sind athletischer, sie können besser kämpfen. Wir haben entscheidende Entwicklungen im internationalen Fußball verpasst, das wird immer deutlicher“, meinte der Europameister-Trainer von 1996 weiter.

Rund um die Fußball-WM im Gastgeberland Mexiko häufen sich die Todesfälle. Während der Feierlichkeiten nach dem Sieg des mexikanischen Teams gegen Ecuador sind nach Angaben der Gesundheitsbehörde von Mexiko-Stadt drei Menschen in der Nähe des zentralen Denkmals „Ángel de la Independencia“ gestorben. Die Opfer seien vermutlich auf offener Straße in der Menge erdrückt worden, berichtete etwa das Portal „Aristegui“.

Auch ein Autofahrer, der vergangene Woche nach Mexikos Sieg gegen Tschechien im Touristenort Cabo San Lucas aus noch ungeklärten Gründen in eine feiernde Menschenmenge gefahren war, starb jetzt. Das bestätigte Alberto Rentería, der Generalsekretär der Bezirksverwaltung Los Cabos im mexikanischen Bundesstaat Baja California Sur auf Facebook. Der Zeitung „Reforma“ und anderen Medien zufolge erlag der Mann seinen Verletzungen an Schädel und diversen inneren Organen, die ihm wütende Menschen nach seiner Fahrt durch die Menge zugefügt hätten. Demnach war der Mann von aufgebrachten Passanten aus seinem Fahrzeug gezerrt und verprügelt worden. Er sei geradezu „gelyncht“ worden, schrieb etwa das Portal „Novedades Yucatán“.

Leistung im Keller, die Preise nun auch: Zwei Tage nach Deutschlands peinlichem WM-Aus können Nationalelf-Fans echte Schnäppchen machen. So wurden beim Onlinehändler „11teamsports“ die Preise für die Unglücks-Jerseys rigoros reduziert. Bis zu 50 Prozent günstiger können Trikots jetzt erworben werden.

Ein Beispiel: Das „DFB Deutschland Authentic Trikot Langarm Home WM 2026 Weiß“ ist im Preis von 159,95 Euro auf 79,97 Euro heruntergerauscht. Auch die weiteren Deutschland-Jerseys gibt es bei „11teamsports“ mit ordentlich Pleite-Rabatt von 10 bis 40 Prozent. Interessant: Die neu aufgelegten Retro-Trikots von vergangenen Weltmeisterschaften sind nicht im Preis reduziert worden. Wer sich also kleiden möchte wie die deutschen Spieler bei der WM von 1990 oder 1994, darf für die sogenannten „Bringback“-Trikots weiter den vollen Preis von über 100 Euro zahlen.

Philipp Lahm sieht eine Weiterbeschäftigung von Julian Nagelsmann als Chefcoach der deutschen Nationalmannschaft nach dem frühen WM-K.-o. kritisch. „Für das Ausscheiden trägt natürlich der Bundestrainer die Verantwortung“, sagte der Weltmeister-Kapitän von 2014 in einem Gastbeitrag für den „Kicker“. „Schon bei der Heim-EM haben wir nicht wirklich geglänzt. Danach blieb eine Entwicklung aus“, kritisierte der 42-Jährige. „Jetzt zu den Top 32 der Welt zu zählen, kann nicht unser Anspruch sein. Deswegen muss er hinterfragt werden.“

Vom Verband forderte der einstige Weltklassespieler eine zeitnahe Aufarbeitung des WM-Debakels. „Wir alle haben das Recht auf eine schnelle Analyse, auf Antworten. Und dann muss der DFB Entscheidungen treffen, in welche Richtung auch immer. Die Entwicklung spricht nicht fürs Trainerteam.“ Nach dem überraschenden Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ist Nagelsmann stark in die Kritik geraten.

Der Ecuadorianer Piero Hincapié ist der zweite Spieler, der bei dieser WM nach der neuen Fifa-Regel die Rote Karte erhielt. Demnach wird ein Spieler vom Platz gestellt, wenn er sich während einer Auseinandersetzung mit einem Gegner die Hand vor den Mund hält. Hincapié wurde in der 95. Minute beim 0:2 Ecuadors gegen Mexiko im Sechzehntelfinale vom Platz gestellt. Die Rote Karte erhielt er nach einem Wortwechsel mit dem mexikanischen Stürmer Santi Giménez.

Die Fifa hat die neue Regel eingeführt, um zu verhindern, dass Spieler beleidigende Äußerungen gegenüber Gegnern verbergen, indem sie sich den Mund zuhalten. Der Paraguayer Miguel Almirón war der erste Spieler, der nach der neuen Regel bestraft wurde, als er letzte Woche in einem Gruppenspiel gegen die Türkei vom Platz gestellt wurde. Während das Turnier für Ecuador vorbei ist, wird Hincapié für das nächste WM-Spiel der Mannschaft gesperrt sein. Unterdessen hat auch sein Trainer Sebastián Beccacece nach dem WM-Aus das Ende seiner Amtszeit bekannt gegeben.

Nach einstündiger Verspätung wegen Blitz und Donners hat Mitgastgeber Mexiko seine erste große Gala gezündet und Deutschland-Schreck Ecuador besiegt. Die Mexikaner bezwangen die defensivstarken Südamerikaner im Sechzehntelfinale souverän mit 2:0 (2:0). Julián Quiñones traf in der 22. Minute, Raúl Jiménez legte neun Minuten später nach.

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