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Über die dramatische Rettungsaktion an Bord der Flydubai-Maschine werden immer mehr Details bekannt. Jetzt haben zwei Passagiere mit der „Washington Post“ gesprochen und erzählen: Die Besatzung des Billigfliegers wollte den Terroristen freilassen!

„Sie forderten uns auf, den Terroristen loszubinden – wir hatten keine Ahnung, warum“, sagt Tzvika Manes. Der Bankmanager ist einer der drei mutigen Zivilisten, die Axt-Angreifer und Co-Pilot Hamam al-Hammami überwältigt haben. Daniel Schlichter, der in der zweiten Reihe saß, bestätigt das: „Sie forderten die Freilassung des Terroristen, wir wurden sofort misstrauisch.“

Zu dem Zeitpunkt lag al-Hammami gefesselt auf dem Boden. Mit Kabelbindern und Kopfhörerkabeln, die Schlichter bei den Passagieren eingesammelt hatte. Immer wieder brüllte der 29-Jährige aus dem Oman: „Tötet mich, tötet mich“ – offenbar, weil er bei seiner Selbstmordmission gescheitert war.

Unter dem Geschrei des Mannes, der 180 Unschuldige in den Tod reißen wollte, brach ein Streit aus: Auf der einen Seite die Crew – auf der anderen Seite die israelischen Helden. Manes erinnert sich: „Sie sagten: ‚Ihr seid nicht Gott, ihr werdet ihn nicht töten!‘ Dabei wollten wir ihn überhaupt nicht töten – wir wollten nur, dass er uns nicht tötet.“

Schließlich gewannen die Israelis die Oberhand: Sie schickten die Crewmitglieder aus dem Cockpit-Bereich in die Mitte der Maschine (Boeing 737 Max 8). „Wir haben ihnen gesagt: ‚Ab jetzt haben wir das Sagen und ihr macht, was wir sagen‘“, erinnert sich Schlichter. Als Wache positionierten die Flugzeug-Helden „einen großen Kerl“. Langsam dämmerte der Crew, dass sie auf der falschen Seite standen. Dann begannen die Flugbegleiter, sich um die traumatisierten Passagiere zu kümmern.

Die „Washington Post“ hat die Fluglinie um eine Stellungnahme zum Verhalten der Crew gebeten. Man dürfe sich zu den laufenden Ermittlungen nicht äußern, heißt es aus Dubai. Allerdings unterstütze man die Regierungs- und Aufsichtsbehörden „uneingeschränkt“.