Fähre mit 267 Passagieren kentert vor Zypern – sechs Tote
Eine Fähre mit 267 Personen ist vor Nordzypern in Seenot geraten und gekentert. Sechs Menschen seien dabei gestorben, erklärte der Regierungschef von Nordzypern, Ünal Üstel, nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. 172 Passagiere seien inzwischen von den Rettungskräften in Sicherheit gebracht worden. Die Bergungsarbeiten gingen demnach weiter. Die Küstenwache und Rettungsteams seien im Einsatz.
Kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia (türkisch: Girne) drang demnach Wasser in die Fähre ein, und es wurde ein Notruf abgesetzt. Auf Bildern des Senders CNN Türk war zu sehen, wie Menschen rund um das gekenterte Schiff in Rettungswesten darauf warteten, in Sicherheit gebracht zu werden. Welchem Unternehmen die Fähre gehört, war zunächst nicht bekannt.
Arikli sagte türkischen und zyprischen Medien, dass sich insgesamt 267 Personen auf der Fähre befänden, darunter 259 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder. Die Fähre sei auf dem Weg in das südtürkische Mersin gewesen. Die See war Medienberichten zufolge stürmisch.
Zypern ist seit 1974 nach einem Putsch nationalistischer griechischer Zyprer und einer darauffolgenden türkischen Militärintervention de facto geteilt. Im Jahr 1983 wurde die Türkische Republik Nordzypern (KKTC) proklamiert, die weltweit nur von der Türkei anerkannt wird. 2004 nahm die EU die Insel Zypern als Ganzes in die EU auf.