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Frankfurt/Main – Rollstühle, Windeln und weitere Hilfsgüter für die Ukraine: All das wurde bei einem Feuer auf dem Gelände einer Frankfurter Schule zerstört. Jetzt gibt es einen brisanten Verdacht: Unbekannte sollen den Brand vorsätzlich gelegt haben! Der Staatsschutz wurde eingeschaltet.

Wie die Polizei am Samstag mitteilte, gehen die Ermittler nach ersten Erkenntnissen von Brandstiftung aus. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet. Hintergrund: In dem ausgebrannten Gebäudeteil lagerten Spenden, die in den kommenden Tagen in die Ukraine gebracht werden sollten. Das Feuer war am Freitag gegen 2.30 Uhr auf dem Gelände der Viktor-Frankl-Schule im Stadtteil Dornbusch ausgebrochen. Die Flammen erfassten das Erdgeschoss eines Nebengebäudes, das die Initiative „Frankfurt for Ukraine“ als Lager nutzte.

Initiative erhielt Hasskommentare

Die Löscharbeiten waren ein stundenlanger Kraftakt: Rund 19 Stunden waren Feuerwehr und Technisches Hilfswerk mit insgesamt mehr als 300 Einsatzkräften vor Ort. Erst gegen 21 Uhr war der Brand gelöscht.

Jumas Medoff, Sprecher von „Frankfurt for Ukraine“, hatte laut „hessenschau“ bereits am Freitag die Sorge geäußert, dass es sich um einen gezielten Angriff handeln könnte. Die Initiative hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Hasskommentare in sozialen Netzwerken erhalten. „Es ging ja vor allem darum, dass man diese gebrauchten Spenden, die wir sammeln, lieber doch entsorgen sollte, als das in die Ukraine zu verschicken“, sagte Medoff.

Innenminister warnt vor gezieltem Anschlag

Auch Hessens Innenminister Roman Poseck (56, CDU) äußerte sich zu dem Brand. Sollte sich der Verdacht eines gezielten Anschlags gegen den Ukraine-Hilfsverein bestätigen, wäre das aus seiner Sicht eine „besonders verwerfliche Tat“. Die Täter würden sich dann nicht nur gegen fremdes Eigentum richten, sondern unmittelbar auch gegen Menschlichkeit und Solidarität, erklärte Poseck.

Deutschland gehört zu den größten Unterstützern der Ukraine in ihrer Verteidigung gegen den im Februar 2022 begonnenen russischen Angriffskrieg. Auch private Initiativen bringen immer wieder Hilfsgüter in das Land.