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Feuer auf Rheinmetall-Baustelle bei Kassel – Staatsschutz ermittelt

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Das Feuer auf einer Baustelle am Flughafen Kassel-Calden ist nach ersten Erkenntnissen der Polizei vorsätzlich gelegt worden. Ein Zeuge bemerkte in der Nacht zum Freitag gegen 3.15 Uhr Flammen auf dem Gelände südlich der Bundesstraße 7 und alarmierte Feuerwehr und Polizei, wie das Polizeipräsidium Nordhessen mitteilte.

Als die Beamten eintrafen, standen drei Baumaschinen in Flammen. Die Feuerwehr löschte sie, weitere Maschinen daneben wurden beschädigt.

Weil es auf dem Gelände keine öffentliche Wasserversorgung gibt, unterstützte die Flughafenfeuerwehr die Freiwillige Feuerwehr Calden, wie „Osthessen News“ berichtet. Gegen 5 Uhr war der Brand gelöscht.

Wegen eines möglichen politischen Motivs hat die Kriminalinspektion Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Der Tatort ist für die Spurensicherung abgesperrt, die Polizei sucht Zeugen. Zur Schadenshöhe machte ein Sprecher am Freitagmorgen keine Angaben.

Nach Angaben der Polizei ist die Baustelle der Standort des geplanten Logistik- und Trainingszentrums sowie des Drohnentestzentrums von Rheinmetall. Der Konzern und das Land Hessen stellten Ende August die Pläne für einen „Defence Hub Nordhessen“ vor. Rheinmetall will mehr als 260 Millionen Euro in sein Werk in Kassel und den Flughafen investieren, das Land gibt weitere 25 Millionen Euro dazu.

Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) kündigte damals an, das Land wolle den Flughafen noch stärker als militärische Drehscheibe etablieren. Kritiker lehnen einen Ausbau des Flughafens zur „militärischen Drehscheibe für Rheinmetall“ ab, wie der Hessische Rundfunk berichtet.