London/Berlin – Plötzlich lief ein Fetisch-Mann durch die Kabine: Auf einem Easyjet-Flug von London nach Berlin sammelte ein junger Brite in Lack-und-Leder-Montur kurz vor der Landung den Müll der Passagiere ein. Die Crew der Billig-Airline Easyjet gab dem BDSM-Aushilfs-Flugbegleiter sogar eine Tüte. BILD kennt die Geschichte dahinter.
Morgens am Flughafen London-Gatwick: Die Passagiere des Easyjet-Flugs nach Berlin warteten am Gate 45 aufs Boarding. Plötzlich schlenderte ein Typ mit Maske und schwarzem Fetischanzug in die Warteschlange. Ihm folgte eine grinsende Horde Kumpels. Schnell wurde klar: Hier hebt kein gewöhnlicher Reisender ab. Ein Junggesellenabschied ist auf Tour.
Seine Begleiter hatten dem Heiratswilligen im Onlineshop nämlich das „Lack-&-Leder-Fetisch-Herrenkostüm“ (kostet 47,60 Euro zzgl. Versand) „spendiert“. Und das musste er tragen.
Die Aufgabe für den Junggesellen: Verkleidet als Sex-Sklave im Billigflieger nach Berlin zu reisen. Beim Boarding musste er für die Personenkontrolle kurz die Maske lüpfen. Dann durfte er einsteigen: „Es waren keine Kinder an Bord“, sagte Easyjet-Sprecherin Judith van Harten zu BILD. Die Mitreisenden fanden es offenbar witzig: „Er bewegte sich durch die Kabine, und mehrere Passagiere machten Fotos mit ihm“, so die Sprecherin weiter.
Fetisch-Mann springt als Flugbegleiter ein
Der Junggesellenstreich ging der Männerhorde offenbar aber noch nicht weit genug. Neue Aufgabe: Als Aushilfs-Flugbegleiter den Müll einsammeln. Der Sado-Maso-Mann fügte sich – nicht ohne zuvor brav um Erlaubnis zu fragen. Judith van Harten: „Die Crew wurde darüber informiert und stellte ihm einen Müllbeutel zur Verfügung.“
Und weiter: „Ein Crewmitglied machte anschließend eine Durchsage, um die Umstände zu erklären und darauf hinzuweisen, dass es sich um einen Junggesellenabschied handelte.“ Während der maskierte Junggeselle alte Pappbecher und benutzte Servietten einsammelte, sei die Stimmung an Bord „ausgelassen und positiv“ gewesen. Ein gelungener Auftakt für den britischen Junggesellenabschied in der deutschen Hauptstadt.