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Lagos de Moreno (Mexiko) – Gotham City? Nein, Jalisco! In einer mexikanischen Kleinstadt treibt derzeit ein selbst ernannter „Batman“ sein Unwesen – allerdings ohne Fledermaus-Auto. Stattdessen setzt der maskierte Rächer auf Klebeband.

Mindestens fünf mutmaßliche Motorraddiebe wurden in den vergangenen zwei Wochen nachts überwältigt, an Laternen oder Straßenschilder gefesselt und dort zurückgelassen.

„Dieb“ auf die Stirn geschrieben

Damit auch wirklich jeder weiß, warum die Männer dort kleben, schrieb ihnen der Unbekannte „Ratero“ („Dieb“) auf die Stirn. Einigen malte er zusätzlich einen Schnurrbart und Katzenhaare ins Gesicht – seine ganz eigene Superhelden-Signatur. Daneben stellte der Rächer teilweise sogar die mutmaßlich gestohlenen Motorräder ab.

Held oder Selbstjustiz?

Viele Einwohner feiern den „Mexican Batman“, weil Motorraddiebstähle in der Region stark zugenommen haben. Für die Polizei ist die Sache dagegen eindeutig: Nicht die angeblichen Diebe, sondern die gefesselten Männer gelten rechtlich als Opfer.

Sie wurden nach ihrer Befreiung medizinisch versorgt. Die Ermittler fahnden nun nach dem selbst ernannten Superhelden. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte sich hinter dem „Batman“ sogar eine ganze Gruppe verbergen.