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Washington – Schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump (80) wenige Tage vor den Kongresswahlen! Das frühere Schweizer Model Beatrice Keul (56) wirft Trump erstmals öffentlich vor, sie vor über 30 Jahren vergewaltigt zu haben. Die Anschuldigung findet sich in einem neuen Bericht der Demokraten im Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses. Darin werden die Aussagen von insgesamt elf Frauen dokumentiert. Fünf von ihnen werfen Trump Vergewaltigung oder sexuelle Übergriffe im Umfeld des später als Sexualstraftäter verurteilten Jeffrey Epstein (1953–2019) vor.

Keul behauptet, Trump habe sie im November 1993 während seines Schönheitswettbewerbs „The American Dream Pageant“ im New Yorker Plaza Hotel vergewaltigt. Zuvor habe er ihr ein USA-Visum und einen Studienplatz versprochen. Auch Epstein soll bei dem Wettbewerb eine Rolle gespielt haben. Laut Keul hat er sich ihr gegenüber als „Dons bester Freund“ vorgestellt. Nach dem mutmaßlichen Übergriff soll Trump das Model zum Schweigen gedrängt haben. Später habe er sie sogar in der Schweiz angerufen und seine früheren Angebote erneuert.

Brisant: Bereits im Dezember 2025 hatte Keul gegenüber der Schweizer Tageszeitung „Blick“ über den mutmaßlichen Vorfall gesprochen. Damals erklärte sie, Trump habe sie geküsst und begrapscht. Eine versuchte Vergewaltigung deutete sie damals nur an. Gegenüber der „New York Times“ sagte sie wenig später, dass sie wegen anonymer Drohungen Einzelheiten zurückhalte. Jetzt geht Keul weiter. Auf die Frage von „Blick“, ob sie Trump nun erstmals öffentlich eine vollzogene Vergewaltigung vorwerfe, antwortete sie: „Öffentlich, ja.“

Ex-Model spricht von Angst und Zensur

Warum erhebt sie diesen schweren Vorwurf erst jetzt so deutlich? Keul erklärte gegenüber „Blick“, mehrere Medien seien von Trump verklagt worden und hätten kein weiteres Risiko eingehen wollen. Einige hätten ihr gesagt, man müsse „sanft“ beginnen. Ihre Aussage sei „wegen Trumps Macht und Diktatur“ teilweise zensiert worden. Der Ausschuss sei nun bereit, „ein für alle Mal Transparenz zu schaffen“. Aussagen weiterer Personen, die beim Schönheitswettbewerb waren, sollen Teile ihrer Darstellung stützen. Keul betont: Es gehe nicht nur um sie, sondern auch um „all die anderen Opfer, Überlebenden und Zeugen“.

Die Demokraten bringen Trump und den Ex-Modelagenten Paolo Zampolli (56) auch als mögliche Mitverschwörer Epsteins ins Spiel. Der demokratische Abgeordnete Jamie Raskin (63) behauptet: „Trumps Justizministerium scheint diese Verbrechen zu vertuschen, um den Präsidenten zu schützen.“ Die Vorwürfe gegen Trump sind nicht bewiesen. Er bestreitet sämtliche Anschuldigungen und wurde im Zusammenhang mit Epstein nie angeklagt. Eine Reaktion des Weißen Hauses auf den neuen Bericht lag laut „Blick“ zunächst nicht vor.