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Washington – Diplomatische Drehtür im Weißen Haus – und plötzlich stand die Welt ein wenig Kopf! Gastgeber Donald Trump (80) empfing am Dienstag zunächst einen Präsidenten herzlich, den er einst im Oval Office niedergebrüllt hatte. Danach kam ein Premier, der früher in Trumps Augen nichts falsch machen konnte – zuletzt aber brutal abgekanzelt wurde. Auffällig jeweils: Beide Treffen fanden hinter verschlossenen Türen und ohne Presse statt – für beide Besucher ein kleiner Rückschlag.

Im Zentrum des Washingtoner Marathon-Tages standen die Kriege in der Ukraine und im Iran – mit aufeinanderfolgenden Visiten im Oval Office. Den Auftakt machte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48). Der wandelte sich vom Buhmann im Trump-Lager zum Siegertypen – vor allem in den Augen des US-Präsidenten. Trump imponieren Kiews militärische Erfolge, besonders Drohnenangriffe auf Moskau und andere Ziele tief in Russland. Selenskyj nutzte das politische Tauwetter, um weitere dringend benötigte Patriot-Luftabwehrsysteme zu bekommen. Das Treffen soll freundlich verlaufen sein, die Ukrainer publizierten danach Schnappschüsse aus dem Oval Office.

Trump lästert über Netanjahu

Später kam Israels Premierminister Benjamin Netanjahu (76). Der war bereits vor seinem Treffen ins offene Sperrfeuer geraten. Einst war Israels Premier Trumps engster internationaler Verbündeter. Doch der festgefahrene Iran-Krieg trieb einen Keil zwischen beide. Trump soll laut Insidern noch immer wütend sein, weil „Bibi“ ihn mit dem Versprechen eines schnellen Sieges in den Krieg gelockt haben soll. Netanjahus Ziel, Trump wieder auf einen gemeinsamen Kriegskurs einzuschwören, schien deshalb schon vor der Visite unerreichbar. Trump giftete: „Er will, dass ich im Krieg engagiert bleibe.“ Als Netanjahu neue Geheimdienstinformationen über Irans unterirdische Atomanlage am „Pickaxe Mountain“ präsentieren wollte, reagierte Trump schroff: „Ich brauche Bibi nicht, um mir das zu sagen.“

Nach dem Treffen mit Trump nahmen beide Staatschefs an der Trauerfeier für den am 11. Juli verstorbenen Senator Lindsey Graham teil. Der Republikaner war Trumps wichtigster „Ukraine-Flüsterer“ und zugleich ein eiserner Unterstützer Netanjahus. Selenskyj und Netanjahu nahmen gemeinsam Abschied und betonten, wie nah Graham ihren Ländern jeweils gestanden habe.

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